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06.08.13

Engagement mit Perspektive

Sieben junge „Weltveränderer“ erhalten Stipendium zur gemeinnützigen Existenzgründung

Vor etwa einem Jahr startete Ashoka als weltweit führende Organisation zur Förderung von Social Entrepreneurship in Kooperation mit der SAP AG das Stipendienprogramm „Engagement mit Perspektive“. Dabei erhalten junge Menschen zwischen 16 und maximal 27 Jahren Unterstützung, um innovative soziale Ideen umzusetzen. Jetzt stehen die ersten Stipendiaten fest und beweisen eine Menge Ideenreichtum und Potential.

Bildquelle: © Ben Chams - Fotolia.com

Jennifer, Ekaterina und Sebastian haben sich für „Engagement mit Perspektive“.  beworben. In der ersten Runde beeindruckten sie mit ihren Ideen in Video und Text eine Gruppe aus 46 Experten; im Finale unter 14 Kandidaten überzeugten sie dann im Finale gemeinsam mit vier weiteren Bewerbern auch noch mit ihrer persönlichen Präsentation die hochkarätige Jury.

Ekaterina entwickelt gerade eine App, mit der sie Menschen mit Essstörungen das Leben erleichtern möchte. Jennifer hat sich der Professionalisierung der Nachbarschaftshilfe für Senioren verschrieben und will Menschen auch im hohen Alter ein Leben in ihrem gewohnten Umfeld ermöglichen. Sebastian hat über 300 Kreative und NGO’s befragt und herausgefunden, dass 62% der Designer ihre Expertise gemeinnützigen Projekten gerne kostenlos anbieten würden, die haben in 92% der Fälle auch Bedarf. Angebot und Nachfrage will er nun on- und offline zusammenbringen.

Ekaterina und Jennifer können sich jetzt 12 Monate Vollzeit um ihre Projekte kümmern. Nach dem Förderjahr wollen sich beide dann selbstständig finanzieren. Sebastian hingegen steckt noch mitten im Studium und macht sein Projekt Youvo.org erst einmal zum Teilzeitjob.

„Freiraum und Begleitung, um sich und ihre Vision zu entwickeln“

Die Förderlandschaft für gewinnorientierte Gründer sei in Deutschland bereits stark ausgeprägt, so Initiator Dennis Hoenig-Ohnsor. Bei der Förderung gemeinnütziger Projekte gäbe es allerdings Nachholbedarf. „Wer sich mit einer gemeinnützigen Rechtsform selbstständig machen möchte ist von allen staatlichen Förderungen ausgeschlossen. Dabei sind gemeinnützige Gründungen oft deutlich komplexer und tragen mit ihrer Zielrichtung zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei, wo wäre unser Steuergeld also eigentlich besser aufgehoben als in einem „gEXIST“ Programm?“.

„Jede gute Idee braucht eine Person, die sie vorantreibt. Mit dem PEP-Stipendium geben wir den jungen Menschen dass, was sie am dringendsten brauchen: Freiraum und Begleitung, um sich und ihre Vision zu entwickeln.“ sagt Gabriele Hartmann, die bei SAP im Unternehmen den Bereich Corporate Social Responsibility für Mittel- und Osteuropa leitet.

Mit seinem Programm Engagement mit Perspektive (PEP) hat die gemeinnützige Organisation Ashoka seit dem Start vor einem Jahr bereits über 70 Projekte mit Finanzierung, Weiterbildungen und Coaching dabei unterstützt, die richtigen Strukturen zu schaffen um ihre Wirkung zu steigern. Das Besondere dabei ist, dass alle Projekte von jungen Menschen unter 28 gegründet und geleitet werden um gesellschaftliche Probleme zu lösen. 

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