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28.05.15

Liquidität als Gründer sichern

Leasing statt Kaufen

Eine Gründung ist immer mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Neben Räumlichkeiten und Personal fallen Kosten für Firmenwagen, Maschinen oder Anlagen an. Nicht alles muss bzw. kann dabei gekauft werden. Stattdessen greifen Gründer zum Leasing, da hier nur eine Gebühr für die Anschaffung gezahlt werden muss – die Leasingrate.

KFZ-Leasing als Alternative für GründerBildquelle: fotolia.de #41568227 #516052 © Butch

Durch das Leasing, hier exemplarisch anhand eines Auto-Leasings vorgeführt, können Anfangsinvestitionen gering gehalten werden. Aber auch beim Leasing können Unkosten entstehen. Gerade in Sachen Kündigungsrecht und Laufzeit sollte man die Augen offen halten.

Nebenkosten im Auge behalten

Das Leasing kann ganz unterschiedlich aussehen und richtet sich ganz nach dem Vertrag. So enthalten einige Verträge Kosten für Steuer und Versicherung. Diese Kosten variieren je nach Standort der Firma. Gerade wenn es darum geht, einen Firmenwagen zu leasen, kann man hier sparen. Denn es gibt Anbieter, die All-Inclusive-Verträge anbieten, die neben Steuer und Versicherung sogar Kosten für Reparaturen abdecken. Letztlich muss verglichen werden, ob sich ein solcher Vertrag lohnt, oder ob man sogar spart, wenn man die Kosten für Steuer und Versicherung individuell zahlt.

Vorteile und Pflichten

Beim Leasing wird letztlich ein Gegenstand gegen eine Gebühr angemietet. Geleast werden kann alles, ob Automobil, Büroeinrichtung oder IT-Hardware. Das Leasing verringert den Kapitalbedarf für die Existenzgründung. Im Idealfall werden die Leasingraten durch das monatliche Einkommen abgedeckt. Aber natürlich birgt ein Leasing nicht nur Vorteile, sondern auch Pflichten.

  • Die erste Pflicht, die erfüllt werden muss, ist die Mindestlaufzeit. Aus einem bestehenden Leasingvertrag kommt man nicht ohne weiteres wieder heraus. Soll dieser vorzeitig beendet werden, bleibt meist nur die Möglichkeit, sich aus ihm herauszukaufen oder den Vertrag auf eine andere Person zu überschreiben. Deshalb sollte vor Vertragsabschluss genau auf die Konditionen geachtet werden.
  • Grundsätzlich muss außerdem beachtet werden, dass die Leasinggebühr auch über die Zeit der betrieblichen Nutzungsdauer hinaus gezahlt werden muss. Einige Verträge beinhalten außerdem eine Start- und Schlusszahlung. Ist das Leasingende erreicht, wird das Objekt entweder zurückgegeben, oder es kann für den Restwert erworben werden.

Am Ende sei noch darauf hingewiesen, dass eine monatliche Leasinggebühr gerade bei Firmengründung eine gute Möglichkeit ist, Geld zu sparen. Auf lange Sicht betrachtet, zahlt man allerdings neben der Leasingrate auch einen Effektivzins, sprich: Unterm Strich zahlt man mehr als den Anschaffungswert. Durch Rabatte oder andere Aktionen kann man aber dafür sorgen, dass diese Mehrkosten im Rahmen bleiben. 

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