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29.04.08

Start-up abzugeben

Geschäftsideen unterm Hammer

Wenn Start-ups pleite gehen oder ihre Betreiber einfach nicht mehr die Zeit finden sie zu pflegen, landen sie manchmal bei eBay. Allein 25 Communitys stehen dort gerade zum Verkauf. Einige Gründer erhoffen sich wohl, so wenigstens noch ein bisschen Geld verdienen zu können.

Die Erlöse, die diese Start-ups über den Verkauf erwirtschaften, liegen zwischen zehn und 400 Euro. Beträge, mit denen wohl kein Gründer zufrieden sein dürfte. Anfang April stand beispielsweise das Radio-Portal streamr zum Verkauf. Mit einem Erlös von 151 Euro war aber auch dieses Geschäft kein gelungener Exit. 

Es gibt aber auch Ausnahmen, die weit über diesen Preisen liegen. Gerade wurden für die Online-Lernplattform Videotomie rund 122.000 Euro geboten. Doch dem Verkäufer war der Preis scheinbar nicht hoch genug – das Lernportal wechselte in dieser Auktion nicht den Besitzer.

Was hat ein Unternehmer davon, wenn sie sich ein "gebrauchtes" Start-up bei eBay kaufen? Auf der einen Seite kann er Glück haben und sich ins gemachte Nest setzen. Der Gründer von Videotomie wirbt in seiner Ebay-Anzeige beispielsweise mit einer großen Medienresonanz und Preisen, die das Start-up schon gewonnen hat. Für Unternehmer, die bereits im Web gegründet haben, können die Ebay-Angebote auch gute Ergänzungen für das eigene Start-up darstellen.

Auf der anderen Seite erfährt er aber nur wenig über die Gründe des Verkaufs. Steht das Portal gerade vor der Pleite oder haben die Gründer einfach keine Zeit mehr dafür? Vor dem "3,2,1…meins" sollte bei der Start-up-Auktion immer ein Gespräch mit dem Verkäufer stehen.

Richtige Schnäppchen sind hier sicher selten. Doch, wer die Augen aufhält und sich vor dem endgültigen Kauf informiert und absichert, für den bietet die "Start-up-Börse" eBay bestimmt das ein oder andere interessante Angebot.

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