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29.10.07

Interview mit John Minah, Blauarbeit

"Die Konkurrenz spielt eine untergeordnete Rolle"

förderland im Gespräch mit John Minah - Mitgründer von Blauarbeit.de - über starkes Mitgliederwachstum, ein komplettes Redesign, themenspezifische Satellitenportale und die neue Unternehmensstrategie.

BlauarbeitBlauarbeit präsentiert sich in neuem Gewand.

förderland: Herr Minah, was hat sich seit unserem letzten Gespräch im Juni dieses Jahres in Ihrem Unternehmen getan?

John Minah: Erfreulicherweise konnten wir unsere Marktposition als klare Nummer zwei der Handwerkerauktionsportale in Deutschland festigen. Deutlich wird dies am starken Mitgliederwachstum, denn wir haben inzwischen 80.000 Mitglieder.

Neben dieser Weiterentwicklung waren wir auch sonst nicht untätig - im Gegenteil: gerade ist das neue Design von Blauarbeit.de online gegangen. Damit einhergehend wurden zahlreiche neue Funktionen eingeführt, die zum großen Teil von den Blauarbeitern gewünscht wurden. An der Übersichtlichkeit und der Auftragssuchfunktion wurde genauso gefeilt, wie an den Profilen jedes Blauarbeiters. Damit wird es noch leichter, bei Blauarbeit.de qualitativ hervorragende Handwerksleistungen zum fairen Preis zu bekommen. 

förderland: Wie viele Aufträge sind momentan auf Ihren Seiten abrufbar?

Minah: Mittlerweile stehen täglich 6.000 Aufträge zur Verfügung - verstreut über die ganze Bundesrepublik und verteilt auf alle Handwerks- und Dienstleistungen. Von der Malerarbeit über Entrümpelungs- und Hausmeisterleistungen bis zu klassischen Dienstleistungen wie Babysitting, Kosmetik oder Fahrdienste.

förderland: Was hat es mit Ihrem neuen Portal auf sich?

Minah: Dabei handelt es sich um eines von mehreren Satellitenportalen, die in den nächsten Wochen nach und nach an den Start gehen werden. Das Blauarbeit-Prinzip bleibt gleich: es fallen für die Vermittlung von Handwerkern und Dienstleistern keinerlei Provisionen an und es besteht für den Auftraggeber keine Pflicht, ein unterbreitetes Angebot auch anzunehmen. Darüber hinaus bieten wir Auftragnehmern Zusatzleistungen an, für die eine monatliche Gebühr fällig wird.

Konkret geht es dabei um Dienstleistungen "rund um den Umzug und den Transport" - d.h. vom Familienumzug aus München nach Hamburg bis zum Transport eines Flügels von einem zum anderen Haus - alles ist möglich.

förderland: Sie wollen demnächst weitere Satellitenportale an den Start bringen. Was steckt hinter dieser neuen Unternehmensstrategie?

Minah: Hintergrund der Erweiterung um Satellitenportale ist, dass Blauarbeit.de stark auf handwerkliche Dienstleistungen ausgerichtet ist - etwa im Hinblick auf den umfassenden Fragenkatalog bei der Einstellung von Aufträgen. Der Dienstleistungsmarkt ist in Deutschland aber stark segmentiert und die Suche nach einem Maler unterscheidet sich sehr von der nach einem Babysitter. Um diesen Unterschieden gerecht zu werden, basteln wir an den neuen Portalen.

Nach dem Portal rund um Umzüge werden innerhalb kurzer Abstände weitere, themenspezifische Portale an den Start gehen. Damit können wir die User noch spezifischer ansprechen und zusammen mit diesen unseren Service weiter verbessern. Es gibt im Dienstleistungssektor noch zahlreiche Nischen, die durch Portale wie Blauarbeit.de noch kaum abgedeckt sind - das wollen wir ändern.

förderland: Welche Rolle spielen Ihre Konkurrenten - My-Hammer.de oder Profis.de - bei Ihrer Entscheidung, eine neue Richtung einzuschlagen?

Minah: Die Konkurrenz spielt eine untergeordnete Rolle. Aber wenn Sie Profis.de schon ansprechen: trotz einer intensiven Werbekampagne über die Axel Springer-Medien hat es Profis.de innerhalb der letzten Monate nicht geschafft, sich zu einem ernsthaften Mitbewerber zu entwickeln. Dort gibt es lediglich 400 Aufträge. Daher sehen wir Profis.de nur bedingt als Konkurrenz an.

Wir von Blauarbeit.de wollen uns durch unser seriöses Angebot und die qualitativ gute Arbeit unserer Dienstleister weiter etablieren und stark von diesen Mitbewerbern abgrenzen.

Dennoch bewegen wir uns in einem sehr dynamischen Marktumfeld, das noch am Anfang steht. Hier wird sich in den nächsten zwei bis drei Jahren noch einiges bewegen - und wir von Blauarbeit.de möchten an vorderster Stelle dabei sein.

förderland: Vielen Dank für das Gespräch.

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