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16.05.11

Cloud Computing

Der deutsche Cloud-Computing-Markt 2011

Das Marktforschungsunternehmen Experton Group hat eine neue Studie zum Thema Cloud Vendor Benchmark 2011 veröffentlicht. In vier Monaten wurden 58 Cloud-Services- und Technologie-Anbieter untersucht. Die Studie richtet sich sowohl an Anbieter, die mit Hilfe der Studie prüfen können, wo sie stehen, als auch an die Anwender, denen diese Studie als Orientierung dienen soll.

Ausgehend von 1,1 Milliarden Euro, die im Jahr 2010 in Cloud Computing investiert wurden, wird nach der Prognose der Experton Group diese Zahl im Jahr 2011 auf knapp 2 Milliarden Euro steigen. Das zeigt auch der Vergleich mit der Vorjahresstudie "Cloud Vendor Benchmark 2010". "Damals war sowohl das Angebot überschaubar als auch die Art und Weise der Anwender, damit umzugehen", meint Dr. Carlo Velten, Senior Advisor der Experton Group.

Cloud Computing: kein Hype

"Der Point of no return ist überschritten", sagt Senior Advisor Steve Janata und beantwortet damit die Frage, ob Cloud Computing ein Hype ist, mit einem klaren nein. So hat zum Beispiel IBM in Ehningen ein Cloud-Rechenzentrum eröffnet und Mircosoft 2,3 Milliarden Dollar in Cloud-Rechenzentren und -Infrastruktur investiert. Damit sei die Entwicklung zum Cloud Computing mittlerweile unumkehrbar. SAP sieht in Cloud-Services das Kernelement einer Wachstumsstrategie und T-Systems hat Anfang 2011 eine Infrastrucure-as-a-Service (IaaS) vorgestellt.

Die Produktreife hat laut Janata zum Vorjahr 2010 deutlich zugenommen. Jedoch fehle es noch an deutschen Rechenzentren. "Manche Unternehmen warten, ob der Workload kommt und bauen erst dann ein deutsches Rechenzentrum." Den Anwendern wird von der Experton Group empfohlen, den Druck auf die Cloud-Anbieter hoch zu halten, wenn es um Themen wie Compliance, Datenschutz, deutsche Rechenzentren und Interoperabilität geht.

Anwender sollten auch nicht auf die 100-prozent fertige Lösung warten, sondern könnten mit "unkritischen Workloads" einen schnellen Einstieg in die Cloud suchen, etwa mit Workloads für Test und Development, Collaboration oder CRM.

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