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19.11.08

Entwicklung

De-Mail soll Unternehmen Geld sparen

Gründer werden schon bei ihren ersten Schritten mit Behördengängen konfrontiert – vom Anmelden einer Rechtsform bis zum Eintrag ins Handelsregister. Auch später müssen Unternehmen immer wieder mit der öffentlichen Verwaltung in Kontakt treten, teils mit hohem Zeitaufwand. Dies soll jetzt mit der De-Mail einfacher werden.

De-Mail ist ein E-Mail-Service, der zurzeit vom Bundesinnenministerium und privaten Dienstleistern entwickelt wird. Dadurch sollen sich die Online-Angebote der Verwaltung vergrößern und Unternehmen wie auch Privatpersonen eine Art elektronisches Einschreiben versenden können. Die De-Mail "wird die Onlineangebote der Verwaltung deutlich verbessern und vereinfachen“, hofft Ulrich Dietz, Präsidiumsmitglied des IT-Branchenverbandes Bitkom. „Mit der De-Mail werden wir im E-Government aufholen." Momentan liegt Deutschland bei der Nutzung der digitalen Verwaltungsangebote unter dem Durchschnitt.

Zum Vertrauen in die neuen Angebote sollen ein hoher Sicherheitsstandard und eine eindeutige Identifizierbarkeit des Absenders beitragen. Nur so lassen sich Rechtsgeschäfte überhaupt verbindlich per Internet abschließen. Die bisher bereits verwendete digitale Signatur soll nur noch in besonderen Fällen zum Einsatz kommen, etwa beim Testieren eines Jahresabschlusses durch einen Steuerberater oder bei notariellen Beglaubigungen. "Die De-Mail spart Zeit und Geld. Die Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden, Wirtschaft und öffentlicher Hand aber auch zwischen Wirtschaft und Bürgern wird effizienter", meint Ulrich Dietz.

Provider, die De-Mail verwenden wollen, müssen sich beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) akkreditieren und zertifizieren lassen. Der Start der De-Mail ist für 2010 geplant.

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