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07.05.14

Crowdinvesting

BITKOM-Umfrage: Schwarm-Investitionen in Start-ups haben Potenzial

Crowdfunding und -investing sind längst in den Köpfen angekommen. Eine aktuelle Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM stellt dies unter Beweis: Rund fünf Prozent der Deutschen können sich vorstellen, in ein Start-up zu investieren. Auch wenn die Mehrzahl der Deutschen andere Anlege- und Sparformen bevorzugt, sieht BITKOM-Vizepräsident Ulrich Dietz große Chancen für Crowdinvesting.

Bild: © Ivelin Radkov - Fotolia.com

Nachdem die Akzeptanz von Crowdfuning-Plattformen in der Kreativszene in den letzten Jahren stark angestiegen ist, legt die Schwarmfinanzierung von Unternehmen nach. Mittlerweile werden pro Jahr einige tausend Start-ups mit vielen Millionen Euro finanziert. Laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM gibt es alleine in Deutschland rund 3,5 Millionen potenzielle Investoren in Start-ups. Das entspricht rund 5 Prozent der deutschen Bürger, die sich vorstellen können, in junge Unternehmen aus dem Internet- oder IT-Umfeld zu investieren. 2308 Personen ab 14 Jahren wurden für die Umfrage interviewt.

„Insbesondere Crowdinvesting, also die Finanzierung von Gründungen und Start-ups durch eine Vielzahl von Geldgebern, hat aus unserer Sicht großes Potenzial“, sagt BITKOM-Vizepräsident Ulrich Dietz. „Es muss nun gelingen, die Millionen Menschen, die Interesse an einer Investition in Start-ups haben, auch wirklich mit innovativen und ambitionierten Gründern zusammenzubringen.“

Trotz zahlreicher Plattformen ist die Bereitschaft im Vergleich noch zurückhaltend

Im Gegensatz zum Crowdfunding geht es beim Crowdinvesting meist immer um einen wirtschaftlichen Erfolg in Form einer Beteiligung an einem Unternehmen. Dafür gibt es in Deutschland bereits einige Plattformen wie Bergfürst, Companisto, Innovestment oder Seedmatch. Dennoch sind die Deutschen verglichen mit anderen Investitions- und Sparformen bei der Beteiligung in Start-ups vorsichtig. Der Umfrage zufolge kann sich jeder Zweite vorstellen, in Immobilienfonds zu investieren und 41 Prozent würden das Sparbuch vorziehen. Weiter glaubt jeder Dritte (33 Prozent) an eine Anlage in Gold, jeder Vierte (25 Prozent) würde in Aktien investieren und 21 Prozent können festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen als Anlage vorstellen.

„Eine Investition in Start-ups birgt enorme Chancen, ist aber auch hochriskant und kommt deshalb sicher nicht für jeden in Frage. Die Investoren haben die Möglichkeit bei etwas Neuem mitzumachen und ein innovatives Unternehmen bei den ersten Schritten zu begleiten und zu unterstützen“, erklärt Dietz den Reiz von Crowdinvesting. Zudem lässt sich das Risiko minimieren. „Eine breite Beteiligung mit entsprechend kleinen Beträgen wie beim Crowdinvesting streut das Risiko – und verbessert zugleich die Finanzierungsmöglichkeiten von Start-ups deutlich“, so Dietz. Die Umfrage gibt zudem Hinweise auf eine mögliche Ursache der Zurückhaltung: So hat zwar jeder zweite Bürger (54 Prozent) den Begriff Start-up bereits bewusst gehört oder gelesen, jedoch nur jeder Dritte (32 Prozent) kennt seine Bedeutung.

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