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18.08.14

Start-up

10 Tipps für ein solides Forderungsmanagement

Besonders junge Unternehmen müssen verstärkt darauf achten, dass ihre Liquidität abgesichert ist. Wenn in der Gründungsphase das Kapital knapp ist und gleichzeitig hohe Rechnungen offen bleiben, kann es schnell zu kritischen Engpässen kommen. Ein sorgfältiges Forderungsmanagement kann dem entgegenwirken.

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Wenn Kunden ihre Rechnungen nicht zahlen, ist das nicht nur ein großes Ärgernis, sondern kann womöglich sogar das Scheitern eines Start-ups nach sich ziehen – nämlich dann, wenn das Unternehmen aus diesem Grund seine Liquidität einbüßt. Wer sich an einige Regeln hält, kann dieses Risiko jedoch deutlich mindern.

1. Bonitätsprüfung durchführen

Nicht jeder Kunde ist seriös. Mit Hilfe einer Bonitätsprüfung kann es Ihnen gelingen, noch vor Vertragsschluss unzuverlässige Vertragspartner zu erkennen. Aufschluss über die Bonität eines Kunden geben dabei die interne Dokumentation über frühere Geschäfte mit besagtem Kunden oder auch externe Prüfungen wie beispielsweise die der SCHUFA.

2. Zahlungsmodalitäten festlegen

Schon im Vorfeld sollten die Zahlungsmodalitäten eindeutig geklärt werden. Zu welchem Zeitpunkt muss der Kunde zahlen? Muss er in Vorkasse gehen? Natürlich kann man sich auch vorab schon auf eine Ratenzahlung einigen.

3. Rechnungen zeitnah erstellen

Nach der erbrachten Leistung sollte nicht viel Zeit verstreichen, bis Sie Ihre Rechnung stellen. Es empfiehlt sich, im Anschluss regelmäßig zu prüfen, ob die Zahlungen eingegangen sind oder nicht.

4. Rechnungen sollten eine klare Sprache sprechen

Wer seine Rechnungen klar und gut verständlich strukturiert, kann schon mal ausschließen, dass es zu Zahlungsverzögerungen aufgrund von Missverständnissen kommt. Es sollte einwandfrei erkennbar sein, für welche Leistungen welche Forderungen erhoben werden. Daneben ist vor allem wichtig, dass festgelegt ist, bis wann der Kunde zahlen soll.

5. Mahnungen schreiben

Wird eine Rechnung nicht fristgerecht beglichen, ist es ratsam mit Mahnungen nicht lange zu warten. Der Ton muss dabei nicht scharf sein: Eine erste Zahlungsaufforderung kann auch freundlich als Zahlungserinnerung verpackt werden.

6. Für den Notfall Rücklagen bilden

Es ist empfehlenswert, für den Ernstfall Kapital zurückzulegen, auf das das Unternehmen gegebenenfalls zugreifen kann, wenn Forderungen nicht erfüllt werden. Für junge Unternehmen ist das jedoch nicht immer machbar. Wenn unmittelbar Geld benötigt wird, kann dann aber zumindest ein Dispokredit, beispielsweise bei der 1822direkt, in Anspruch genommen werden.

7. Überblick behalten

Essenziell für ein gutes Risiko-Management ist es, den Überblick zu behalten. So sollten Sie immer Kenntnis davon haben, wie viele Forderungen noch offen stehen, welche Rechnungen beglichen und welche Fristen gesetzt wurden. Auch eine systematische Erfassung der Zahlungsgewohnheiten Ihrer Vertragspartner fällt hierunter.

8. Einigung suchen

Wird weder auf Ihre Rechnung noch auf erste Mahnungen von Kundenseite reagiert, sollten Sie dennoch versuchen eine Einigung zu erzielen, bevor Sie rechtliche Schritte in Erwägung ziehen – denn diese sind auch mit hohen Kosten verbunden.

9. Inkassounternehmen einschalten

Wer sich entschließt, Hilfe in Anspruch zu nehmen, um seine Kunden dazu zu bewegen, Ihre Rechnungen zu begleichen, kann ein Inkassounternehmen damit beauftragen, seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Auch hier wird jedoch ein gewisser Kostenaufwand notwendig – ob sich das wirklich lohnt kann nur von Fall zu Fall entschieden werden.

10. Rechtliche Schritte einleiten

Weigert sich ein Kunde beharrlich, seine Rechnungen zu begleichen, haben Sie auch die Möglichkeit, einen Anwalt einzuschalten und ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten zu lassen.

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