Geschäftskonto für Gründer

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Wer eine Geschäftsgründung plant, muss dabei viele Aspekte berücksichtigen. Neben der Form der Gesellschaft, der Geschäftsidee und den Vertriebswegen, ist das Geschäftskonto eine wichtige Angelegenheit, die man am besten noch vor der eigentlichen Gründung klärt. Falls der neue Betrieb eine GmbH sein soll, benötigt man ein Konto, auf welches das Stammkapital eingezahlt werden kann. Nicht alle Banken bieten ein Geschäftskonto für GmbH i.G. an und es gibt große Unterschiede bei den Konditionen.

Auf welche Bedingungen sollte man bei der Auswahl eines Geschäftskontos achten?

Ein Geschäftskonto für Gründer sollte möglichst flexibel und preiswert sein. Dabei spielt es eine Rolle, ob es sich bei den Gründern um eine Einzelperson oder um mehrere Geschäftspartner handelt. Für einen Zugang, bei dem mehrere Personen handlungsfähig sein sollen, werden mehrere Karten und eventuell mehrere Unterkonten benötigt. Fallen Einkünfte oder Kosten in Fremdwährungen an? Müssen Rechnungen an ausländische Unternehmen gezahlt werden, die zum Beispiel in Amerika oder Asien ansässig sind? Dann wären die Kosten und die Fristen für Auslandsüberweisungen und die Bedingungen für ein oder mehrere Fremdwährungskonten interessant. Soll Stammkapital für eine GmbH eingelegt werden, ist es sinnvoll, nach einer Bank zu suchen, die dieses Kapital möglichst gut verzinst.

Diese Alternativen zu den klassischen Banken gibt es

Klassische Banken wie zum Beispiel die Deutsche Bank, die Volks- und Raiffeisenbank (regional) oder Commerzbank bieten Geschäftskonten für Gründer und bestehende Unternehmen an. Außerdem gibt es Anbieter im Fintech-Sektor (Penta ist hier ein bekannter Vertreter), die sich speziell auf die Anforderungen von einer GmbH in Gründung spezialisiert haben. Viele der klassischen Banken betreuen diese Fälle gar nicht, sondern bedienen nur Kunden, die bereits ein eingetragenes Unternehmen haben. Bei Penta ist eine kostenlose Basisvariante für das Geschäftskonto möglich. Später kann es individuell angepasst und skaliert werden. Das ist ideal, wenn die Firma wächst und man deshalb keinen Kontowechsel vornehmen will.

Wie lassen sich die Konditionen am besten vergleichen?​

Am besten erstellt man zu Beginn der Recherche eine Liste mit allen voraussichtlich nötigen Dienstleistungen rund um das Geschäftskonto. Tipps dazu kann man sich von anderen Gründern und von erfahrenen Geschäftsleuten holen, die ein ähnliches Unternehmen betreiben. Mit dieser Liste lassen sich die Preisverzeichnisse der betreffenden Institute vergleichen. Was kosten zum Beispiel zusätzliche Kredit- oder Masterkarten für Geschäftspartner oder Mitarbeiter? Fallen Grundgebühren für das Konto an und wie hoch sind diese? Muss man für Überweisungen oder andere Vorgänge auf dem Konto Gebühren zahlen? Das kann etwas aufwendig sein, aber später eine Menge Kosten sparen.

Wie bekommt man Kredite für Gründer?​

Viele Gründer benötigen für ihre Geschäftsidee einen Kredit. Damit sollen Waren gekauft werden oder man möchte in Technik, Logistik oder Büroausstattung investieren. Es ist für Gründer besonders schwer, einen Geschäftskredit zu erhalten. Sie können ja noch nicht beweisen, dass ihr Unternehmen funktioniert, und werden daher von den Banken als unsichere Kreditnehmer eingestuft. Wer ein Grundstück oder eine Immobilie besitzt, kann diese als Sicherheit für eine Hypothek nutzen. Auch Versicherungen mit Guthaben, Aktien oder Fonds aus dem Privatbesitz lassen sich als Sicherheit für einen Geschäftskredit nutzen, ohne diese Investments auflösen zu müssen. Alternativ ist eine Finanzierung über ein Crowdinvestment möglich.​

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