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Direktversicherung

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Die Direktversicherung ist einer der fünf bAV-Durchführungswege und stellt eine besondere Art der Lebensversicherung dar. Sie wird vom Arbeitgeber zugunsten seines Mitarbeiters abgeschlossen.

Sowohl der Arbeitnehmer als auch seine Hinterbliebenen sind bezugsberechtigt für die Leistungen. Der Beitrag kann vom Arbeitgeber oder vom Arbeitnehmer im Rahmen der Entgeltumwandlung finanziert werden. Außerdem ist eine Teilung zwischen Chef und Mitarbeiter möglich. Versicherungsnehmer ist der Arbeitgeber. Er erbringt die Beiträge entweder selbst oder aus umgewandeltem Entgelt des Arbeitnehmers. Dieser wiederum ist die versicherte Person und hat somit das Bezugsrecht der Versicherung inne. Bei einem Jobwechsel kann die Direktversicherung in der Regel auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.

Diese Mitnahmemöglichkeit heißt Portabilität. Es können Zusatzversicherungen (Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsschutz) vereinbart und eine Rentengarantiezeit festgeschrieben werden. Zum Ende der Laufzeit ist eine Kapitalauszahlung möglich. Eine Direktversicherung ist für alle Arbeitnehmer geeignet, die derzeit (Stand 2012) jährlich bis zu 2.688 Euro (4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze) in eine betriebliche Altersvorsorge investieren und dabei Steuern und Sozialabgaben sparen wollen. Hat der Arbeitnehmer keine Versorgung in einer nach §40b EStG geförderten Versicherung, so erhöht sich der steuerlich geförderte Beitrag um 1.800 Euro. Leistungen aus einer Direktversicherung unterliegen wie alle Betriebsrenten der nachgelagerten Versteuerung.


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