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08.03.16

Unterschiede zwischen Kapital- und Risikolebensversicherung

Risikolebensversicherung: Absicherung für Unternehmensgründer

Mit einigen Risiken sind Unternehmer bestens vertraut – Insolvenz, Diebstahl und sich ändernde Marktverhältnisse sind nur einige davon. Doch ein Risiko, dass gerade Firmengründer unterschätzen, ist der Fall des eigenen Todes. Die Lebensversicherung hilft, die hinterbliebene Familie, den Betrieb und eventuell den Geschäftspartner abzusichern.

Der Tod eines Firmengründers kann ein Unternehmen schnell in eine existenzbedrohende Situation bringen. Unternehmer sollten sich bewusst machen, dass die wirtschaftliche Existenz von Mitarbeitern und Geschäftspartnern oftmals von der eigenen Firma abhängt. Wer die aus dem eigenen Todesfall resultierenden Schäden für seine Firma abmindern möchte, schließt am besten eine Lebensversicherung ab. Wählen kann man zwischen Kapitallebensversicherung und Risikolebensversicherung.

Unterschiede zwischen Kapital- und Risikolebensversicherung

Die beiden Versicherungsarten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Fälligkeit. Die Kapitallebensversicherung zahlt nach Ablauf einer bestimmten Zeit auch dann, wenn der Versicherte nicht verstirbt. Die Fälligkeit ist also nicht an den Todesfall gebunden. Es kann vereinbart werden, dass die Versicherung etwa nach 30 oder nach 50 Jahren ihre Leistungen auszahlt. Die Kapitallebensversicherung ist somit eine Form des Sparens. Oder besser: Sie war lange Zeit eine Form des Sparens. Die neuen Verträge für Kapitellebensversicherungen lohnen sich wegen der niedrigen Rendite kaum noch. Die Risikolebensversicherung zahlt nur, wenn der Versicherte verstirbt. Wenn der Versicherte innerhalb der festgesetzten Laufzeit nicht verstirbt, werden keine Prämien ausgezahlt. Unter dem Strich spricht bei Unternehmern einiges für diese Form der Lebensversicherung.

Vorteile der Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung ist meist deutlich günstiger als die kapitalbildende Lebensversicherung. Außerdem können vergleichsweise hohe Versicherungssummen abgeschlossen werden. Bei einer Risikolebensversicherung können der Lebenspartner oder der Geschäftspartner als Begünstigter eingetragen werden. Und noch ein Vorteil: Die Beiträge für diese Versicherung sind steuerlich absetzbar.

Risikolebensversicherung richtig auswählen

Bei der Risikolebensversicherung kommt es in erster Linie auf die gewählte Versicherungssumme an. Wie hoch diese ausfallen sollte, hängt von der individuellen Situation des Versicherungsnehmers ab. Orientieren kann man sich an der Höhe der laufenden Kredite. Zudem sind Laufzeit, eventuelle Risikozuschläge sowie Leistungsausschlüsse wichtig. Nähere Informationen gibt es auf den Informationsseiten der Versicherungsanbieter, hier z. B. von der CosmosDirekt. Wer sich zwischen Risikolebensversicherung und kapitalbildender Lebensversicherung nicht entscheiden kann, sollte eine Variante wählen, bei der eine Umwandlung vertraglich möglich ist. Die Risikolebensversicherung sollte bereits in der Gründungsphase des Unternehmens abgeschlossen werden. Gerade in dieser Phase droht dem Unternehmen durch den Verlust eines Partners ansonsten das schnelle Aus. Geschäftspartner sichern sich idealerweise über Kreuz ab. Die Risikolebensversicherung dient gegenüber den Geldgebern zudem als Absicherung für Darlehen.

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