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04.09.07

Verkaufsförderung

Mehr Umsatz machen – und das bei weniger Kosten

Üben sich auch Ihre Kunden oft in vornehmer Zurückhaltung, wenn es um die Kaufentscheidung geht? Da hilft nur eines: Mit konkreten Maßnahmen mehr Umsatz erzielen und gleichzeitig die Kosten senken. Prüfen Sie, welche Maßnahmen für Sie geeignet sind.

Mehr Umsatz machen – und das bei weniger KostenMehr Umsatz machen – und das bei weniger Kosten

Optimieren Sie Ihr Sortiment

Ermitteln Sie, welche Waren und Warengruppen besonders schlecht laufen. Bei diesen Produkten sollten Sie prüfen, ob es Querverbindungen zu anderen, besser laufenden Angeboten gibt – oder ob sie entbehrlich sind.

So wird ein Raucher in einem Zigarrengeschäft eher selten ein Feuerzeug oder Streichhölzer verlangen. Aber falls er dies tut, wird er verwundert sein, wenn diese Artikel nicht im Sortiment sind.

Wenn sich ganze Warengruppen schleppend verkaufen, sollten Sie Absatz fördernde Maßnahmen ergreifen, wie Sie in der unten stehenden Checkliste vorgestellt werden. 

Ladenhüter sollten Sie abstoßen

Was bezahlt ist, aber nicht verkauft werden kann, bindet unnötig Kosten und belegt teuren Lagerplatz.

Machen Sie Fehlkäufe zu Geld: Fragen Sie zuerst Ihren Lieferanten, ob er sie zurück nimmt. Ist das möglich, bekommen Sie wahrscheinlich einen Gutschein, mit dem Sie neue, attraktivere Waren kaufen können.

Wenn keine Rückgabe angeboten wird, führen Sie eine Sonderaktion mit reduzierten Preisen durch. Allerdings ist die Wirkung solcher Aktionen zurzeit wegen der Dauerniedrigpreisoffensive vieler Einzelhändler begrenzt. Als dritter Weg bieten sich Internet-Auktionshäuser wie eBay an – mit etwas Glück können Sie hier Ihre Lagerbestände versteigern.

Erfolgreich werben heißt gezielt werben

Haben Sie nicht genügend Budget, um noch stärker die Werbetrommel zu rühren? Dann sollten Sie sich auf das konzentrieren, was wenig kostet und viel bringt. Anzeigen sind dann nützlich, wenn sie die potenziellen Käufer erreichen. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie Ihr Geld für Maßnahmen einsetzen, mit denen Sie Ihre Zielgruppe direkt ansprechen. Wieso nicht einmal eine Flyer-Aktion wagen, bei der Sie Handzettel im direkten Umkreis von 500 Metern an Passanten verteilen lassen? Vielleicht können Sie aber auch etwas in die Dekoration Ihrer Verkaufsräume investieren? Jetzt wird es abends schon früher dunkel – denken Sie einmal über Beleuchtungseffekte für Ihr Schaufenster nach. 

Personal effizienter einsetzen

Gute Mitarbeiter sind wichtig, kosten aber auch Geld. Prüfen Sie deshalb, ob Ihr Personalbestand zu groß oder zu klein ist: Stellen Sie eine Woche lang alle zwei Stunden fest, wie viele Verkäufer und wie viele Kunden im Laden sind. Im Optimalfall ergibt sich ein bestimmtes Mengenverhältnis, das für die Beratung ausreichend ist, zum Beispiel „ein Mitarbeiter für fünf Kunden“. Ermitteln Sie auf diese Weise beispielsweise Zeiten, zu denen zu viele Verkäufer da sind, können Sie die Besetzung verkleinern.

20 Tipps für Ihren Erfolg: Kosten senken, Umsatz steigern

  1. Weniger aufs Lager nehmen, dafür öfter bestellen.
  2. Fehlkäufe verramschen.
  3. Sonderkonditionen von Lieferanten besser ausnutzen.
  4. Verpackungen zurückgeben und so Entsorgungskosten vermeiden.
  5. Marken, die sich schlecht verkaufen, durch andere ersetzen.
  6. Warengruppen nicht mehr anbieten bzw. gegen andere tauschen.
  7. Handzettel erstellen und verteilen. 
  8. Weniger Anzeigen schalten.
  9. Verkaufsräume verschönern.
  10. Beleuchtung optimieren.
  11. Schaufenster anregender gestalten.
  12. Außenwerbung anbringen.
  13. Eingangsbereich einladend gestalten.
  14. Kleinpreisige Waren an der Kasse als Mitnahmeartikel anbieten.
  15. Plakate kleben.
  16. Aktionen starten (zum Beispiel Herbstfest, Kinderfest).
  17. Spielmöglichkeiten schaffen
  18. Heißgetränke und Sitzmöglichkeiten für wartende Begleiter anbieten
  19. Präsentation der Waren in den Verkaufsträgern verbessern.
  20. Anzahl der Mitarbeiter an die durchschnittliche Kundenanzahl anpassen.

Martin Buttenmüller

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