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01.06.09

100 Jahre Papiergeld in Deutschland

Vor genau 100 Jahren wurde das Papiergeld als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Am 1. Juni 1909 trat eine Bank-Gesetznovelle inkraft, laut derer Reichsbanknoten gegen Ausgabe von Goldmünzen in Zahlung genommen werden mussten.

"Bargeld genießt heute in Deutschland hohes Vertrauen", bekräftigt Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Im Einzelhandel werden immer noch über 60 Prozent der Zahlungen mit Bargeld getätigt. "Papiergeld hat im Laufe der Jahre eine immer bedeutendere Rolle im Bargeldkreislauf eingenommen", erläutert Martin.

Früher v.a. Kleingeld im Umlauf

Vor hundert Jahren spielten Geldscheine im täglichen Gebrauch eine untergeordnete Rolle. Infolge des niedrigen Lebensstandards schätzte man Kleingeld.

Mit der allgemeinen Akzeptanz des Papiergeldes und dem Druck von Bank-Noten mit niedrigerem Wert hat sich dieses Verhältnis geändert.

So ist der wertmäßige Münzanteil an der Geldmenge von 7 Prozent im Jahr 1913 auf heute 0,5 Prozent gesunken und der Anteil an Papiergeld von 5 auf 17 Prozent gestiegen.

1913: 1 Geldschein pro Kopf, 2009: 37 Scheine pro Kopf

1913 entfiel im statistischen Durchschnitt auf jeden Kopf der Bevölkerung gerade einmal ein Geldschein. Heute sind etwa 37 Geldscheine pro Kopf im Umlauf.

Trotz der zunehmenden Beliebtheit des elektronischen Zahlungsverkehrs im Online-Banking und des bequemen Bezahlens mit Bank-Karten im Handel geht der BVR davon aus, dass das Papiergeld weiterhin einen bedeutenden Platz in den Geldbörsen der Deutschen einnehmen wird.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanke

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