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09.03.08

Zattoo-Konkurrent Livestation: erster Eindruck und Beta-Einladungen

LivestationWir haben bereits häufiger über Zattoo berichtet, den Internet-TV-Anbieter mit Sitz in den USA und der Schweiz, der herkömmliche Fernsehsender über das Web auf den Desktop bringt. Zattoo ist jedoch nicht der einzige Anbieter, der lineares TV-Programm auf diesem Weg Menschen zugänglichen machen möchte, die ihren heimischen Fernseher aus unterschiedlichen Gründen nur noch selten anschalten. Aus Großbritannien kommt mit Livestation ein weiterer Dienst, der mit seinem Service diese stetig wachsende Gruppe von Menschen ansprechen will. Vom Grundkonzept sind sich beide Projekte sehr ähnlich: Sowohl Zattoo als auch Livestation setzen auf einen Desktop-Client sowie P2P-Technik und schließen Verträge mit TV-Anbietern, um Sender aus den nationalen Kabelnetzen legal und werbefinanziert über das Internet streamen zu können. Die Unterschiede liegen im Detail. Zattoo ist in seiner Entwicklung bereits ein ordentliches Stück vorangekommen. Es existiert sowohl für Windows als auch Mac, ist in diversen Ländern Europas für Nutzer uneingeschränkt verfügbar und kann im deutschsprachigen Raum schon ein ansehnliches, wenn auch nicht komplettes Senderportfolio vorweisen. Livestation dagegen befindet sich noch in der geschlossenen Beta-Phase, funktioniert nur auf Windows-Rechnern (Mac in Planung) und streamt im Moment lediglich eine Handvoll internationaler Nachrichtensender – egal wo auf der Welt man sich gerade befindet.

Im Vergleich der Optik und Benutzerfreundlichkeit kann Livestation gegenüber Zattoo aber Terrain gutmachen. Informationen zum aktuellen und den folgenden Programmen werden direkt über das Bild gelegt, von wo aus auch durch die Sender gezappt werden kann. Während der Zattoo-Client manchmal etwas wacklig und hölzern wirkt, macht Livestation in der Bedienung einen moderneren und robusteren Eindruck. Auch die für Zattoo typische, variierende Bildqualität mit gelegentlichen Aussetzern habe ich mit Livestation bisher nicht erlebt (was angesichts des derzeit stark begrenzten Nutzerkreises nichts bedeuten muss).

Möglich, dass der bessere optische Eindruck auch auf Microsofts Silverlight-Technologie zurückzuführen ist, die Livestation nutzt. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass sich Microsoft an der Entwicklung von Livestation beteiligt hat und angeblich eine Option besitzt, den Service in Zukunft in seine Angebote zu integrieren.

Wer neugierig geworden ist und Livestation ausprobieren möchte, kann einen entsprechenden Kommentar hinterlassen. Wir haben zehn Einladungen für Livestation.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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