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13.11.07

Trend: Webapplikationen offline nutzen

Webapplikationen offline nutzen

Obwohl wir immer häufiger, in allen möglichen Lebenslagen und von unterschiedlichsten Geräten aus online gehen, gibt es nach wie vor diese unmöglichen Momente, in denen keine geeignete Internetverbindung zur Verfügung steht. Sei es im Flugzeug, unterwegs ohne einen kostengünstigen Tarif für mobiles Surfen, in Gegenden ohne schlechte Netzabdeckung (sowohl stationärer als auch mobiler Art) oder ganz einfach, wenn der heimische Internetanschluss einmal temporär ausfällt. Damit man in solchen Situationen nicht komplett aufgeschmissen ist, hat Google mit GoogleGears eine Browsererweiterung entwickelt, welche die Offline-Verwendung von Webapplikationen möglich macht. User können Daten offline betrachten und teilweise sogar modifizieren. Sobald eine Internetverbindung besteht, werden die Änderungen mit der Onlineversion synchronisiert. Mit Googles RSS-Reader Google Reader funktioniert dies schon. Auch Googles Maildienst GMail soll bald mit Hilfe der Gears-Erweiterung offline nutzbar sein. Auch andere Unternehmen können Google Gears verwenden, um Usern ihre Dienste auch bei nicht vorhandener Internetverbindung verfügbar zu machen. Der Todo-Listen-Service Remember The Milk nutzt diese Möglichkeit bereits. Gerade erst hat auch MindMeister, ein Dienst zum gemeinsamen Erstellen und Bearbeiten von Mindmaps, mit Offmeister eine Offline-Version für Premium-Mitglieder veröffentlicht. Neben Google sieht offensichtlich auch Microsoft einen Sinn darin, dass Webapplikationen im Offline-Modus funktionieren, und hat kürzlich einen Gears-Konkurrenten namens Microsoft Sync Framework gelauncht.

Dass die Offlinenutzung von Webapplikationen irgendwann einmal für einen großen Teil der Internetnutzer aktuell wird, ist wenig wahrscheinlich. Die Tendenz auf Nutzerseite geht bekanntlich eher in eine Always-on-Richtung. Doch da uns einige der eingangs beschriebenen "Ausnahmesituationen" vermutlich noch ein Weilchen erhalten bleiben werden – insbesondere bis zur allgemeinen Verbreitung von Internetzugängen im Flugzeug wird noch ein bisschen Zeit vergehen – kann die Offlineversion des ein oder anderen Internetdienstes sicher einen zusätzlichen Mehrwert bieten. Meine Wünsche: Onlinetextverarbeitung und -office (Google Docs, Zoho, Buzzword etc.); Bloglines (für Nichtnutzer von Google Reader), Webmailanbieter (zum Abarbeiten und Beantworten von Mails z.B. im Flugzeug); vielleicht sogar Social Networks, um Zugriff auf die Kontaktdaten seiner Kontakte zu haben. Welche Dienste würdet ihr gerne offline nutzen können? Oder haltet ihr die Idee vielleicht für völlig sinnlos?

 

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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