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08.09.07

Ezmo: Ganz einfach Musik mit Freunden teilen

ezmo.gifTrotz nach wie vor offenen Urheberrechtsfragen schießen in den letzten Monaten innovative Web-2.0-Musikanbieter wie Pilze aus dem Boden. Nach MediaMaster , SeeqPod, Deezer und justaloud macht sich nun das norwegische Webangebot Ezmo daran, die Herzen der Musikfans zu erobern. Das Konzept: Lade Deine gesamte Musiksammlung bei Ezmo hoch und mache sie zehn Freunden auf bequeme und einfache Art zugänglich. Ezmo ähnelt damit dem US-Dienst MediaMaster , der wie die Norweger kostenlos unbegrenzten Speicherplatz für MP3-, WMA-, M4A- und AAC-Dateien bietet (bei Ezmo wird zudem Ogg Vorbis unterstützt). Während MediaMaster sich als Onlinelösung für das Streamen der eigenen Musiksammlung von einem beliebigen Zugangsgerät positioniert, steht bei Ezmo das Teilen seiner Songs mit Freunden im Vordergrund. Die schicke und funktionelle, auf Adobe Flex basierende Benutzeroberfläche von Ezmo ist äußert minimal gehalten und verzichtet auf alles, was vom Kernnutzen des Dienstes ablenken würde.

Nach der Anmeldung kann sofort mit dem Hochladen von Musik begonnen werden. Dafür bietet sich entweder die integrierte Funktion zum Browserupload oder der Ezmo Music Uploader an. Mit dieser kleinen Software können bequem ganze Ordner ausgewählt und Musikstücke von iTunes-, Winamp- und Windows-Media-Player-Playlists importiert werden. Mein Testupload ging erfreulich schnell (400 kb/s) - ein Kriterium, bei dem MediaMaster bisher Schwächen zeigt - welches jedoch eine große Rolle spielt, möchte man tatsächlich Gigabytes an Daten hochladen.

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(Klicken für größere Ansicht)

Die Sharing-Komponente von Ezmo ist clever gelöst, da unglaublich simpel: Links von der Ezmo Playlist stehen einem zehn "Friend Slots" zur Verfügung. Mit dem Klick auf einen der Slots kann man eine Einladung an einen Freund oder eine Freundin schicken. Nach der Registrierung kann er oder sie auf die hochgeladenen Musikstücke zugreifen und natürlich eigene Titel bei Ezmo ablegen. Das Einladen von mehr als zehn Freunden ist nicht möglich. Gemäß Ezmos Interpretation des europäischen Urheberrechts befindet man sich damit im Rahmen des rechtlich Zugelassenen. Weitere Features von Ezmo beinhalten das Sortieren der Musikstücke nach Interpret und Album, das Erstellen von Playlisten sowie die Möglichkeit, das Social Music Network Last.fm auf die Playlist zugreifen und die gespielten Songs protokollieren zu lassen. Weder eigene Songs noch Titel aus der Sammlung von Freunden können heruntergeladen werden.

Alles in allem ist Ezmo ein sehr funktioneller Dienst, bei dem sich Dank der klaren, intuitiven Benutzeroberfläche auch weniger mit dem Web 2.0 vertraute Anwender schnell zurecht finden sollten. Wo MediaMaster mit Widgets, Radiostreams, Coveransichten etc. diverse Zusatzfeatures bietet und darunter die Übersicht ab und zu leidet, beschränkt sich Ezmo nur auf wirklich Notwendiges und ist damit geeignet für alle User, die Freunden oder Bekannten ohne viel Tüfteln und Zeitaufwand die eigene Musiksammlung zugänglich machen wollen - legal, wenn man Ezmo glauben darf.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

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