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23.09.09

Yasni: Personensuchmaschine mit Premium-Angebot zum XXL-Preis

Auch die Frankfurter Personensuchmaschine Yasni findet Gefallen an Freemium: Personalverantwortliche erhalten gegen Entgelt noch mehr Einblick in das, was sich über beliebige Personen im Web finden lässt. Doch der Preis dafür ist hoch.

YasniDie Personensuchmaschine Yasni gehört zu den wohl am meisten diskutierten Onlinediensten in Deutschland. Der kostenlose Dienst aus Frankfurt crawlt das Netz nach Informationen zu einzelnen Personen und aggregiert diese. Die Angaben sind dann über Yasnis Suchoberfläche abrufbar. Seit kurzem lässt sich auch nach Begriffen suchen, zu denen anschließend relevante Namen angezeigt werden.

Auch wenn Yasni lediglich frei im Web verfügbare Personenangaben zusammenstellt, ist es seit seinem Start 2007 Datenschützern und Privatsphäre-Verfechtern ein Dorn im Auge (wie beispielsweise die Kommentare in diesem Beitrag verdeutlichen).

Ein neues Feature von Yasni dürfte weiter Öl ins Feuer gießen: Mit dem "PremiumCheck" adaptiert Yasni wie so viele andere Webanbieter zuvor das Freemium-Modell und bietet in Zukunft Zusatzfunktionen gegen Entgelt. PremiumCheck richtet sich primär an Personalverantwortliche, die Bewerber und potenzielle Neueinstellungen gründlich durchleuchten wollen.

Unter anderem erlaubt Yasni zahlenden Nutzern, Suchaufträge zu Personen anzulegen, die per E-Mail-Zusammenfassung zugestellt werden, sowie Suchergebnisse direkt als PDF oder Excel-Datei zu exportieren. Auch kann die eigene Sichtbarkeit auf Yasni definiert werden, wodurch sich beispielsweise anonym von Usern angelegte Personenprofile auf Yasni besuchen lassen.

Yasni versucht, mit dem PremiumCheck verschiedene im Rahmen der Personensuche nachgefragte Services zu bündeln und als Paket HR-Entscheidern und Headhuntern anzubieten, die keine Zeit oder Muße dazu haben, sich die Informationen manuell aus dem Netz zu fischen.

Preislich gibt sich Yasni nicht bescheiden und fordert für den PremiumCheck happige 49 Euro monatlich, exklusive Mehrwertsteuer. Da sich das Angebot von vorn herein an professionelle Anbieter und Unternehmen richtet, lässt sich der Preis zwar nicht mit den sonst im Web üblichen, recht geringen Monatspauschalen vergleichen. Dennoch bin ich nicht überzeugt davon, dass die Zusatzfunktionen - die man mit etwas Zeitaufwand und Mühe anderswo auch kostenlos bekommt (z.B. Suchagenten) - ein derartig hohes Entgelt rechtfertigen.

Anderseits müssen sich letztlich nur vergleichsweise wenige Nutzer für den PremiumCheck entscheiden, um das Feature zu einem signifikanten Umsatzstrom für Yasni zu machen. Womöglich ist dies das Kalkül der Frankfurter. Es könnte sogar aufgehen.

Wer den Yasni PremiumCheck ausprobieren möchte: Wir haben 10 Einladungen zu einer kostenlosen, zweimonatigen Testphase. Hinterlasst bei Interesse einen Kommentar unter Angabe eurer E-Mail-Adresse im dafür vorgesehen Feld.

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