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14.09.10

Umfrage: Welchen Stellenwert haben RSS-Reader für euch?

Wieder einmal debattiert das Web darüber, ob RSS eine Zukunft hat. Besonders entbehrlich scheint manchen der klassische RSS-Reader zu sein. Wir wollen von euch wissen, wie das von Twitter angeführte Echtzeitweb eure RSS-Nutzung beeinflusst hat.

 

RSS ist tot. RSS ist nicht tot. Oder sind vielleicht nur RSS-Reader tot? Diese Fragen treiben ( mal wieder ) die internationale Blogosphäre um, nachdem IAC bekannt gab, seinen webbasierten RSS-Reader Bloglines zum 1. Oktober einzustellen.

Zwar wurde der seit Jahren von seinem Mutterunternehmen vernachlässigte Reader ohnehin kaum noch eingesetzt (außer gelegentlich von meinem Kollegen Markus Spath, der sich diesbezüglich kürzlich selbst outete ), aber die Symbolwirkung der Entscheidung ist nicht zu unterschätzen: RSS befindet sich nicht gerade auf dem Weg zum Massenphänomen. Und Google Reader ist nun der einzige verbliebene klassische, vollwertige RSS-Reader, der direkt im Browser läuft.

Das Ende des RSS-Formats wird durch den Wegfall von Bloglines natürlich nicht eingeläutet. RSS ist durch RSS Cloud und PubSubHubBub nicht nur Echtzeit-fähig geworden, sondern liegt einem Großteil der Twitter-Feeds führender Nachrichtenangebote zugrunde. Sprich, obwohl man gerne hört , Twitter sei für die sinkende Bedeutung von RSS-Readern verantwortlich (was stimmen kann), ist es letztlich RSS, das diese Entwicklung überhaupt erst möglich macht und im Hintergrund arbeitet.

Worüber man jedoch debattieren kann, ist der Stellenwert herkömmlicher, relativ "unsozialer" RSS-Reader (sowohl Browser- als auch Desktop-basiert). Selbst wenn in meinem persönlichen Nachrichten- und Informationsmanagement trotz intensiver Twitter-Nutzung der Google Reader keinerlei Bedeutungsverlust erlitten hat, scheint es Nutzer zu geben, bei denen Microblogging und andere Social-Web-Kanäle tatsächlich den RSS-Reader teilweise verdrängt haben.

Daher möchten wir euch heute bitten, an der folgenden Umfrage zum Stellenwert von klassischen RSS-Readern in eurem Internetalltag teilzunehmen. Als technisch versierte und grundsätzlich RSS-affine Leserschaft dürfte bei einer regen Beteiligung ein nicht repräsentatives, aber doch sehr aussagekräftiges Bild darüber entstehen, in welchem Maße das Echtzeitweb à la Twitter den Informationsbezug direkt über RSS abgelöst hat. Und ob überhaupt.

 

Hier geht’s zum Zwischenstand.

(Für RSS-Leser ist es unter Umständen notwendig, den Artikel in einem neuen Fenster zu öffnen, um abstimmen zu können.)

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