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20.02.09

Tumblr, Dropular & Co: Die neue Schule an Blogtools

Wir stellen fünf Tools vor, die das Format Blog im Zeitalter von Twitter und Lifestreaming reinterpretieren.

Das Web erfindet ständig neue Formen des Publizierens. Oft sind die neuen Formen in einigen Bereichen effizienter und kratzen an der Hegemonie einer alten. Auch wenn in den Diskussionen gerne die eine Form gegen die andere gesetzt wird (Blogs gegen Zeitungen, Microblogs gegen Blogs), so haben pragmatisch betrachtet alle Formen ihre Vorzüge und Daseinsberechtigung.

Was sich jedoch ändert, sind die Mischungsverhältnisse. Jede Form hat ihre eigenen Stärken und Wettbewerbsvorteile. Es gilt, diese zu erkennen und zu benutzen. Ohne gegen Verhältnisse anzukämpfen, gegen die man keine Chancen hat. Nicht nur die klassischen Massenmedien müssen sich anpassen und transformieren: auch für Blogs ändert sich die Situation.

Während es vor zwei, drei, vier oder fünf Jahren relativ selbstverständlich war, ein Blog zu starten, wenn man mit der eigenen Stimme an die Öffentlichkeit wollte, hat sich im Zuge von Twitter und FriendFeed in den letzten Monaten die Lage doch etwas verändert. Eine ganze Flut an Tools hat das Publizieren von Gedanken, Fotos, Links oder Videos so vereinfacht, dass der klassiche Blogeintrag immer seltener das Tool der Wahl wurde.

Im Folgenden stellen wir fünf Tools vor, die das Format Blog unter den neueren Gegebenheiten reinterpretieren.

Tumblr

tumblr

Tumblr ist der bekannteste Dienst zum Erstellen eines Tumblelogs. Ursprünglich war Tumblelog die Bezeichnung für Blogs, die neben längeren Einträgen vor allem aus einem endlosen Strom an kurzen Zitaten, Links und Fotos bestanden. Tumblr bleibt dieser Form treu und macht es sehr einfach, kurze Texte, Zitate, Links, aber auch Fotos, Videos und Audiofiles zu posten.

Soup.io

soup.io

Auch das Wiener Soup.io ist eine Plattform für Tumblelogs. Das User-Interface ist etwas verspielter als bei Tumblr. Neben Texten, Links, Zitaten, Bildern und Videos können auch Reviews und Events gepostet werden. Wie bei Tumblr können auch bei Soup.io einige externe Dienste automatisch importiert werden.

Posterous

posterous

Posterous ist ein weiterer Tumblelog-Dienst, der primär via Email befüllt werden will (auch Tumblr und Soup.io unterstützen Posts via Email). Posterous erkennt dabei verschiedenste Formate und wandelt diese in korrespondierende Einträge um. Schickt man zum Beispiel mehrere Fotos, wird daraus eine Foto-Gallerie erstellt. Einträge können auch automatisch bei Twitter, Flickr und vielen Blog-Plattformen weitergepostet werden.

Dropular

dropular

Dropular ist irgendwo im Übergang zwischen Bookmarking-Dienst und Tumblelog anzusiedeln. Videos, Bilder und Links können als drops gepostet werden. Der Fokus liegt dabei auf dem kollektiven Fluss, der aus den Tropfen und Empfehlungen von Tropfen entsteht. Aber auch hier hat jeder Benutzer natürlich auch eine eigene Seite für die eigenen Posts.

Sweetcron

sweetcron

Das selbst zu hostende Sweetcron ist zwar in erster Linie ein persönlicher Lifestream-Aggregator, sammelt und konzentriert also den eigenen Output bei anderen Diensten. Doch man kann damit auch ‘normal’ bloggen. Ich weiß nicht, ob man schon vom einem Trend sprechen kann, aber man sieht in letzter Zeit immer mehr Fälle, wo Blogger von WordPress auf Sweetcron umsteigen und dieses als globalen Einstiegspunkt in ihre digitale Existenz verwenden.

Alle Tools haben eines gemeinsam: Sie sind sehr einfach zu benutzen und machen Spass. Sie senken eine Hemmschwelle und eröffnen dadurch neue Möglichkeiten. Ich kann nur empfehlen, das eine oder andere Tool auszuprobieren. Vielleicht macht es ja klick.

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