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15.02.07

Start von digestiv.tv

digestiv

Ein Digestivum ist gemäss meinem grossen, bestimmt längst veralteten Wörterbuch ein verdauungsförderndes Mittel. Wer also nach dem Genuss von digestiv.tv dringend zur Toilette muss: Keine Sorge, das kann nur beabsichtigt sein. Denn über die Wirkung der verabreichten Mittel sind sich die Macher der Sendung, die PR-Profis Jäggi.Stöhlker.Weibel , sicher im Klaren: "Jeder von uns verfügt über langjährige Berufs- und Branchenerfahrung. Wir kennen die Macht der Kommunikation und wissen diese für unsere Mandanten sinnvoll einzusetzen."

Bei persoenlich.com hiess es vor ein paar Monaten:

Vorbild für die Schweizer Wochensatire ist das deutsche Internet-Format "Ehrensenf" ( www.ehrensenf.de ). Als Sprecherin von digestiv.tv wird laut Huggenberger ein bekanntes Gesicht auftreten.

Ein bekanntes Gesicht? Vielleicht bin ich da nicht massgeblich, aber ich kenn die nicht. Ich versteh auch gar nicht, wie die heisst. Kann mich jemand aufklären bitte?

Vorbild ehrensenf.de? Nun ja, der offensichtlichste Unterschied vielleicht zuerst: Ehrensenf.de ist lustig. Die zum Vergleich angesehene neuste Folge davon brachte mich jedenfalls mehrfach zum Lachen, vielleicht auch, weil mir trotz meiner gelegentlichen Aufenthalte im Internet ziemlich alles neu war. Berlusconis Entschuldigung auf digestiv.tv hingegen, das war noch im Januar. Im Impressum steht, der erste Teil der Sendung, die "Wochenschau", widme sich "frischen Nachrichten".

Weitere Mängel: Kein RSS-Feed-Angebot (kommt einfach jede Stunde vorbei, irgendwann haben wir dann was Neues), die Lautstärke ist nicht einzustellen (nach dem Auge heute morgen nun auch noch die Ohren!), Kommentare werden versteckt (wir hassen unsere Leser, schreiben aber: "Deine Meinung ist uns wichtig!"), eine Durchmischung von Schweizerdeutsch und Deutsch (wir wollen beide Kundengruppen, können uns aber nicht entscheiden, welche wichtiger ist) und keine klare Ausrichtung bei der Themenwahl (Internet wie beim Vorbild kann es jedenfalls nicht sein).

Einige gute Ansätze sind da, wir sind gespannt, wie es weitergeht. Ohne Feed werden wir das aber vermutlich verpassen (wie es bereits bei der ersten Folge passiert ist).

Wie man es mit Digestivs dennoch lustig haben kann, beweist Heinz Erhardt. Er singt: "Immer wenn ich traurig bin, trink ich einen Korn." Und noch mehr, hier als mp3 -Datei (1:36 Minuten). Danke an andiroch.de .

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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