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06.01.09

So geht's: RSS (nicht nur) für Journalisten

Mit RSS kann man sich seinen persönlichen Nachrichtenticker zusammenstellen. Hunderte Websites, Nachrichtenportale und Blogs, lassen sich so blitzschnell lesen.

Schöner leben mit RSS (M, iStockphoto)Was interessiert mich RSS?

In Redaktionen gibt es ungeheuer praktische Programme, mit denen die aktuellen Meldungen von Nachrichtenagenturen abgerufen werden können. Automatisch laufen die Nachrichten über den Ticker – und als Journalist schaut man zu, pickt sich eine Meldung raus oder durchsucht das Tagesprogramm nach einem bestimmten Stichwort oder Ressort.

Das alles gibt es so ähnlich auch für Websites, Nachrichtenportale und Blogs. Viele Seiten lassen sich wie Nachrichtenagenturen abonnieren. Künftig lassen sich die neusten Artikel aller bestellen Seiten unter einer Oberfläche ansehen – Tausende Quellen, Hunderte Websites, ganz einfach, praktisch und übersichtlich. RSS-Feeds sind in etwa so wie Newsletter, nur ohne E-Mail. Dafür muss keine Extra-Software installiert werden – wir zeigen, wie es geht.

Okay, okay. Wie geht RSS?

Ob eine Website einen RSS-Feed anbietet, erkennt man meist schon in der Adresszeile des Browsers. Dort steht dann rechts das kleine Symbol für RSS, oft in orange, neuerdings auch gerne in blau:

RSS-Symbole

Meist werden die Feeds auch irgendwo auf der Seite verlinkt, oft unter dem Stichwort "Abonnieren". Wenn man auf das Icon in der Adresszeile oder den Link klickt, gelangt man zum RSS-Feed. Viele Seiten haben nicht nur einen Feed, sondern mehrere. So kann man gezielt auswählen und erhält nicht den gesamten Output eines Blogs oder einer Website. Beim Tagesspiegel zum Beispiel lassen sich die einzelnen Ressorts abonnieren, bei Spiegel Online auch einzelne Rubriken, bei der Zeit sogar einzelne Autoren, zum Beispiel Harald Martenstein.

Ich weiß, wie ich dieses RSS finde. Und nun?

Nun sollen verschiedene RSS-Feeds unter einer Oberfläche gesammelt werden, so dass man künftig auf einen Blick alle neuen Artikel der abonnierten Seiten angezeigt bekommt. Diese Oberfläche heißt Feedreader oder RSS-Reader. Dafür gibt es Extra-Programme, genauso gut kann man aber einen der kostenlosen Feedreader im Internet nutzen, zum Beispiel Bloglines oder Google Reader.

Dort meldet man sich an und kann nun die RSS-Feeds dem eigenen Nachrichtenticker hinzufügen. Das Abonnieren funktioniert bei Google Reader und Bloglines gleich: Ein Klick links oben auf "Add a subscription" (Google) oder auf "Add" (Bloglines), schon kann die Adresse eingegeben werden. Die kopiert man sich direkt aus der Adresszeile des Browsers – für medienlese.com ist das zum Beispiel die Adresse feed://netzwertig.com/feed/. Oder, wenn der RSS-Feed nicht nur als Icon in der Adresszeile verlinkt ist sondern auch auf der Seite, mit einem Klick der rechten Maustaste, Link kopieren.

RSS-Feed abonnieren

Noch einfacher geht's per Lesezeichen: Bloglines und Google Reader bietet auf ihren Seiten spezielle Lesezeichen an, die man auf dem eigenen Rechner speichert. Wenn man dann einen RSS-Feed angeklickt hat und dieses spezielle Lesezeichen anklickt, wird der Feed automatisch abonniert. Bei Bloglines heißt das "Easy Subscribe Bookmarklet" und steht links unten auf der Seite, bei Google Reader "Subscribe as you surf" unter den "Goodies" im Menü "Settings" rechts oben auf der Seite.

Das war's?

Ja, so einfach geht ein eigener Nachrichtenticker. Nur statt Agenturen liefern Websites die Meldungen – und welche Quellen man in seinem Ticker lesen möchte, muss man selber auswählen. Dafür ist's kostenlos.

Aber übersichtlich ist das nicht gerade ...

Um bei Dutzenden oder gar Hunderten Feed-Abos die Übersicht zu bewahren, kann man diese in Ordner sortieren. Zum Beispiel nach Themen oder nach Prioritäten, also die Nachrichtenseiten und Blogs, die man jeden Tag lesen will, nur einmal die Woche oder sogar nur einmal im Monat.

Mehr über Feedmanagement: "Wie ich über 300 Feeds lese", ein Artikel von Marcel Weiß, der schon in der Computerzeitschrift c't zitiert wurde. Nur nicht von der 300 abschrecken lassen, es lohnt sich auch bei 50 Feeds.

Und was heißt RSS denn nun?

Eigentlich egal, oder? Es ist die Abkürzung für Really Simple Syndication. Jedenfalls in der heute weit verbreiteten Version 2.0. In frühere Versionen, 0.9 und 1.0, stand die Abkürzung auch mal für RDF Site Summary. Zwischendurch bei Version 0.91 für Rich Site Summary. Alles klar? Keine Sorge, die meisten Feedreader kümmert's nicht.

Noch heute auf medienlese.com: Futter für den Feedreader! Wir packen Euch ein schönes Bündel RSS-Feeds.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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