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23.05.08

Schmidt & Pocher: Charlotte Roche in der Trockenzone

Nur keine Obszönitäten: Einen Monat nach dem Debakel mit Lady Bitch Ray geben sich Schmidt & Pocher bei dem Besuch von "Feuchtgebiete"-Autorin Charlotte Roche mehr als handzahm.

Charlotte Roche und Lady Bitch Ray (Bilder Keystone)Es war doch an alles gedacht: Lustiger Einspielfilm mit Frank-Schirrmacher-Bashing, dumpfe Zoten aus dem Niveaukeller – und doch hatte Harald Schmidt seine Mühe mit Skandalgast Lady Bitch Ray. Das die Provokateurin vor einem Monat überhaupt in der Show war, ist zu großen Teilen der Verdienst von Charlotte Roche und ihrem deutlichen Buch "Feuchtgebiete". Diese Woche war die Bestseller-Autorin kurz zu Gast bei "Schmidt & Pocher".

Wir zeigen vier Videos zur Erklärung. Eigentlich haben Schmidt & Pocher es nicht so mit dem Niveau:

Aber vor einem Monat wurde es noch schlimmer. Der Auftritt von Lady Bitch Ray geriet zur peinlich-grotesken Farce, die Moderatoren waren dem provokanten Auftritt hilflos ausgeliefert (hier der erste Teil):

Harald Schmidt konnte am Ende der Sendung nur mit Mühe etwas Würde wahren, indem er seinem sichtlich überforderten Co-Moderator Oliver Pocher ordentlich in die ohnehin vollkommen versemmelte Parade grätschte:

Das alles braucht es an Vorwissen, um den netten Auftritt von Charlotte Roche am Donnerstagabend zu begreifen. Roche war charmant wie immer – nur Schmidt und der ignorierte Pocher waren uninspiriert. Explizite Details des sekretgefüllten Romans blieben außen vor, die Zoten waren harmlos, kein Einspielfilm, keine Referenzen an den immer noch bass erstaunten und angetörnten Medienbetrieb:

Die erregten Rundfunkwächter (etwa vom Rundfunkrat des SWR) können zufrieden sein: Bloß keine schlimme "Gossensprache" im grundsoliden Ersten. Schmidt & Pocher bleiben vorerst Trockenzone.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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