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24.06.08

Rekorder im Netz: Fernsehaufnahmen gratis

Keine Lust, den Spielfilm am Wochenende zu verpassen? Aber keine Zeit und ein Festplattenrecorder ist zu teuer? Online-Video-Rekorder locken mit Angeboten. Doch es geht auch kostenlos.

Sie heißen Save.tv, Shift.tv und haben den DVD- oder Festplattenrecorder im heimischen Wohnzimmer abgelöst. Einziges Manko: Zeitversetztes Fernsehen ist noch nicht möglich. Die geplanten Aufnahmen müssen erst auf den PC runtergeladen werden. Die Plattform onlinetvrecorder.com bietet den Service sogar kostenlos an. Es ist nur eine Registrierung erforderlich.

Das Senderangebot beläuft sich auf 47 Sender. Neben den Hauptsendern sind auch die öffentlich-rechtlichen Spartensender, wie z.B. DZF Doku, aber auch die ausländischen Sender TRT, CNBC und BBC World gelistet.

Aufnahmen programmieren

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Programmierung vorzunehmen. Zum einen gibt es einen elektronischen Programmführer, kurz EPG. Hier werden die Sendungen per Klick ausgewählt. Die zweite Möglichkeit ist eine manuelle Programmierung: Einfach Datum, Start- und Endzeit, Sender und Name der Sendung eingeben, fertig. Die Aufnahme lässt sich aber auch über eine SMS-Steuerung starten. Ein Webinterface für Handys wäre benutzerfreundlicher. Wenn man das Prinzip aber verstanden hat, lassen sich Filme auch von unterwegs aufnehmen.

Download der Aufnahmen

Die Filme werden direkt vom OTR-Server, von einem der diversen Mirrors oder Bit-Torrents herunter. Anschließend muss die Datei nur noch mit einem kostenlosen Decoder umgewandelt werden. Über eine Toolbar kann der Dekodiervorgang direkt aus dem Browser gestartet werden. Die Aufzeichnung liegt dann im MPG-Format vor. Die Umwandlung kann pro Aufzeichnung nur einmal vorgenommen werden. Der Rechner muss dabei online sein, damit abgeglichen werden kann, ob Sie diese Sendung zur Aufnahme programmiert hatten. So soll verhindert werden, dass ein reger Austausch der Aufzeichnungen stattfindet. Eine Stunde Filmmaterial hat eine Dateigröße von ungefähr 200 MByte.

Qualität

Die Auflösung beträgt 512 mal 384 Bildpunkte. Das ist völlig ausreichend für Nachrichtensendungen oder andere Informationssendungen. Bei Filmen können so Details unter Umständen zu pixelig dargstellt werden. Der Ton kommt in Stereo-2-Kanal.

Tipps

Das trafficintensive Angebot trägt sich durch Werbeeinblendungen. Downloads kann man sich durch Klicks auf Banner verdienen. Wem das zu mühselig ist, der nutzt einfach einige OTR-Spinoffs, wie z.B. otr-download. Über die Suchmaschine OTR-Search lassen sich Sendungen suchen. Auch ohne vorherige Aufnahme. Der Download erfolgt dann entweder direkt über Server oder über das Torrent-Netzwerk. So lässt sich die Plattform beinahe als Fernseharchiv nutzen. Die Tagsthemen gibt es immerhin bis zum 31.05 diesen Jahres zum Download. Bei fast 43 Terrabyte an Daten verständlich.

Fazit

Couchkartoffeln werden wohl eher zum Recorder unterm Fernsehgerät greifen. Dennoch: Die Aufnahmen lassen sich online leicht und schnell programmieren. Der Download vom Server läuft mit knapp 500 Kilobyte recht schnell. Für Menschen, die viel Zeit am Rechner verbringen, ist der Onlinerecorder die richtige Wahl.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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