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09.04.08

Pulitzerpreis: Bilder vom Sterben

Ein erschossener Journalist und eine an Krebs sterbende Mutter: Für diese Aufnahmen geht der Pulitzerpreis 2008 in den Foto-Kategorien an Adrees Latif und Preston Gannaway.


Dieses Reuters-Bild von Adrees Latif ist der Gewinner des Pulitzerpreis in der Kategorie Breaking News. Es zeigt den getöteten Videojournalisten Kenji Nagai während der Proteste in Myanmar am 27. September 2007. (Bild Keystone)

Über die Agenturen laufen Bilder des Jubels: Die Columbia University gab die Gewinner des Pulitzerpreises 2008 bekannt. In den Redaktionen fielen sich die Gewinner des renommiertesten Journalistenpreises der USA in die Arme. Vor allem die Mitarbeiter der Washington Post hatten zu feiern, sechs Preise erhielten Reporter und Redakteure der Zeitung. Der Pulitzerpreis wird seit 1917 in derzeit 21 Kategorien verliehen.

Neben den jubelnden Journalisten fallen die drei Gewinner-Fotos besonders auf. Denn die Sieger in den Foto-Kategorien "Breaking News Photography" und "Feature Photography" zeigen bedrückende Aufnahmen vom Tod.

Preston Gannaway gewann mit den Bildern einer sterbenden Mutter und der Abschied nehmenden Familie. Im vergangenen Jahr wurde in dieser Kategorie Reneé C. Byer ausgezeichnet, die Fotos zeigten eine Mutter mit ihrem krebskranken Sohn. Dieses Jahr ist es andersherum, die Aufnahmen Gannaways für den Concord Monitor zeigen den tragischen Verlust einer Familie. Die intimen Bilder werden auch multimedial aufbereitet im Internet gezeigt.

Reuters-Fotograf Adrees Latif hat seinen japanischen Kollegen Kenji Nagai fotografiert. Der starb, von einer Kugel getroffen, bei einer Demonstration in Myanmar. Abgefeuert wurde der tödliche Schuss offenbar von Soldaten der Regierung, die den Aufstand der Mönche niederschlugen. Das Bild entstand im September vergangenen Jahres.

Die Pulitzer-Preisträger werden dieser Tage in vielen Medien gefeiert. Neben der offiziellen Webseite, die meistens auf die ausgezeichneten Beiträge und Artikel verlinkt, schreibt zum Beispiel die Neue Zürcher Zeitung über die Gewinner. Zur Abwechslung mit der Washington Post in der Überschrift und nicht mit Bob Dylan, dem Gewinner des Sonderpreises.

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Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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