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19.04.11

Pendant zu Facebook Places: Die VZ-Netzwerke integrieren friendticker

Mit der iPhone-App der VZ-Netzwerke kann ab sofort bei Orten eingecheckt werden. Für die Bereitstellung der Funktion kooperiert das angeschlagene Social Network mit dem Berliner Location-Dienst friendticker.

 

Angesichts der harten Konkurrenz haben jüngere Location Based Services mit Check-In-Funktion eigentlich nur eine einzige Chance, um sich gegen den Wettbewerb (von foursquare bis Facebook Places) durchzusetzen, Werbekunden zu akquirieren und sich gegebenenfalls als attraktives Übernahmeobjekt zu präsentieren: Sie müssen ihre Reichweite rasant und mit allen Mitteln erhöhen.

friendticker verfolgt genau diese Strategie: Die Berliner haben heute eine Kooperation mit den VZ-Netzwerken bekannt gegeben. Ab sofort ist friendtickers Check-In-Funktionalität in die aktuellste iPhone-Applikation der VZ-Netzwerke integriert.

VZ-Mitglieder können über die App bei Orten in ihrer Umgebung einchecken. Die technische Reichweite der VZ-iPhone-Anwendung liegt laut Pressemitteilung bei 800.000, womit wohl die Zahl bisher heruntergeladener Apps gemeint ist.

friendticker stellt den VZ-Netzwerken seine technologische Plattform und Location-Datenbank bereit. User können über die iPhone-App des sozialen Netzwerks direkt bei Orten einchecken und so ihren Kontakten mitteilen, wo sie sich gerade befinden. Ein Konto bei friendticker ist dafür derzeit nicht notwendig. In einer späteren Phase soll eine Option hinzugefügt werden, um sich mit den eigenen friendticker-Benutzerdaten zu authentifizieren.

Für die nahe Zukunft ist auch eine Integration von friendticker in die Android-Applikation der VZ-Netzwerke geplant. Zudem soll es demnächst möglich sein, für Check-Ins über die VZ-App die friendticker-typischen Rabatte und Gutscheine in Anspruch nehmen zu können. Apropos Gutscheine: Diese erhalten mobile VZ-User bereits seit Ende Februar über eine Partnerschaft mit dem Couponanbieter COUPIES.

Es geht abwärts für die VZ-Netzwerke

Die VZ-Netzwerke befinden sich seit längerem unter erheblichem Druck durch die stetig zunehmende Dominanz von Facebook. Im direkten Wettbewerb haben sich die Berliner zwar schon vor über einem Jahr offiziell geschlagen gegeben und ihre Fähigkeit zur friedlichen Koexistenz mit dem blau-weißen Giganten unterstrichen, der Nutzerschwund hält jedoch bis heute unvermindert an.

Dass friendticker mit einem Dienst kooperiert, der durchaus als sinkendes Schiff bezeichnet werden kann und dem andere Partner wie wooga lieber den Rücken kehren, verwundert im ersten Moment. Es unterstreicht aber, welch hohe Priorität bei friendticker die schnelle und kurzfristige Reichweitensteigerung hat. Und mit insgesamt 274,5 Millionen Visits im März gibt es natürlich trotz des Abwärtstrends durchaus noch etwas bei den VZ-Diensten zu holen.

In jedem Fall wird VZ sicherlich nicht der letzte Kooperationspartner von friendticker sein. Wer weiß, wie lange studiVZ, meinVZ und schuelerVZ in dieser Form noch bestehen bleiben.

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