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23.11.11

Online-Medienbeobachtung: Echobot will Messbarkeit und Transparenz schaffen

Das Karlsruher Startup Echobot beantwortet mit seinem Medienbeobachtungsdienst für Business-Kunden nicht nur die Frage, wo Marken-, Firmen- oder Produktnamen Erwähnung fanden, sondern auch, wie viele Leser dadurch erreicht worden sind.

 

Für viele Startups, Agenturen und Unternehmen empfiehlt es sich, ein Auge auf ihre Sichtbarkeit in der Presse zu werfen. Für diesen Zweck gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Dienstleister, und wer kein Geld ausgeben möchte, kann sich auch einfach einige Alerts bei Google News anlegen.

Mit Echobot will Bastian Karweg nun einen neuen Dienst für die professionelle Medienbeobachtung etablieren, der oberhalb von Google News angesiedelt sein soll, sich aber trotzdem durch eine einfache, intuitive und moderne Benutzeroberfläche auszeichnet.

Das in Karlsruhe beheimatete Startup durchsucht automatisiert knapp 11.000 Nachrichtensites, Presseportale und ausgewählte Fachblogs nach Produkt- und Firmennamen. Nutzer können Suchprofile anlegen, besitzen allerlei Filtermöglichkeiten (Art der Nachrichtenquelle, Sprache, zeitliche Eingrenzung), erhalten eine Visualisierung der Erwähnungen über einen zeitlichen Verlauf und können sich auf Wunsch mit einem Klick Pressespiegel im PDF- oder XLS-Format herunterladen.

Eine Besonderheit von Echobot ist die Reichweitenschätzung für gefundene Artikel. Auf Basis von Google- und Alexa-Daten schätzt Echobot für jedes Medienangebot die durchschnittliche Reichweite pro Artikel. Auf diese Weise erhalten Anwender einen schnellen Überblick über das Gewicht der einzelnen Presseberichte.

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Am Beispiel eines Rankings für die Spiele-Branche illustriert Echobot, was mit den Informationen zur Schätzung der erreichten Leser angestellt werden kann. Demnach lasen über zwölf Millionen Menschen im Monat Oktober auf den von Echobot berücksichtigten Sites über Electronic Arts, das damit die Reichweitenliste im Games-Segment anführt. Wie genau dieser Wert aber tatsächlich ist, lässt sich freilich nicht herausfinden.

Das Team von Seriengründer Bastian Karweg, der unter anderem an der Entstehung des Presseportals Pressebox beteiligt war sowie Geschäftsführer des Social-Bookmarking-Dienstes Folkd ist, hat bei der Konzipierung von Echobot großen Wert auf die Benutzerfreundlichkeit gelegt. Zahlreiche Kommandos erlauben die Verwaltung und Bearbeitung einzelner Resultate, die für sich genommen oder in der Gruppe favorisiert, verschlagwortet und direkt als eingebettete Seite innerhalb des Echobot-Dashboards geöffnet werden können.

Karwegs Vision ist es, dass Echobot im Online-PR-Bereich das schafft, was vor einigen Jahren Sistrix und SEOlytics im Segment der Suchmaschinenoptimierung geleistet haben, nämlich die Schaffung einer umfassenden Messbarkeit und Transparenz. Die ersten Reaktionen von bisher rund 100 Kunden und Agenturen sollen gut gewesen sein, und beim regionalen Hightech-Preis CyberChampions 2011/2012 ging Echobot in der vergangenen Woche in Karlsruhe als Sieger hervor.

An Nutzerwachstum um jeden Preis ist Karweg allerdings nicht interessiert und verzichtet deshalb auf einen Freemium-Ansatz. Die Preise beginnen bei 125 Euro/Monat zzgl. Mehrwertsteuer für das kleinste Paket (1 Suchprofil, 1 Benutzerlogin) und unterstreichen damit den Business-Fokus. Gekündigt werden kann bis drei Tage vor Ende der Vertragslaufzeit (mindestens drei Monate) per E-Mail oder Kontaktformular - im Hinblick auf die Kundenfreundlichkeit ist das zwar nicht mite-Niveau, andererseits richtet sich Echobot ausschließlich an Geschäftskunden, die laut Gründer Karweg eine persönliche Beratung und Hilfe bei der Optimierung ihres Monitorings erhalten, was mit einem größeren Aufwand verbunden ist, als dies bei klassischen, vollautomatisierten Cloud-SaaS-Tools der Fall ist.

Wer Echobot ausprobieren möchte, für den gibt es einen einige Tage gültigen unverbindlichen Testaccount. Leserinnen und Lesern von netzwertig.com macht Echobot aber ein besonderes Angebot: Wer bis einschließlich Samstag 26. November 2011 einen unverbindlichen Testlogin anfordert (dafür einfach auf der Echobot-Hauptseite einen beliebigen Suchbegriff eingeben und anschließend auf "Testlogin anfordern" klicken) und im Formular als eines der Suchwörter "netzwertig" angibt, kann Echobot kostenfrei bis Ende Januar testen. Ein Vertragsverhältnis entsteht daraus im Anschluss nicht.

Link: Echobot

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