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25.01.11

Musik in der Cloud: tunesBag wird zum Musikplayer für Dropbox

Bei tunesBag können Nutzer ihre Musiksammlung online speichern und über verschiedene Plattformen auf diese zugreifen. Ab sofort fungiert der Service aus Wien auch als Musikplayer für den beliebten Speicherdienst Dropbox.

 

Es ist schon eine Weile her, dass wir das letzte Mal über tunesBag berichtet haben. Dabei hat der 2008 gegründete Musikspeicherdienst aus Wien eine Menge zu bieten. tunesBag erlaubt Nutzern das Speichern, Verwalten und Streamen der eigenen Musiksammlung in der Cloud sowie den plattformübergreifenden Zugriff auf selbige über den Browser, eine kostenlose iPhone-App, einen Desktop-Client auf Adobe-AIR-Basis für Windows, Mac und Linux, eine Facebook-App, die Mediencenter-Software Boxee sowie die Logitech Squeezebox.

Nun hat der in über zehn Sprachen angebotenen Service aus Österreich eine interessante Neuigkeit vorgestellt: tunesBag erlaubt ab sofort die Verknüpfung des tunesBag-Kontos mit einem Dropbox-Account. Auf diesem Weg lassen sich sämtliche bei dem beliebten Cloud-Speicher und

-Synchronisationsdienst abgelegten Musikdateien über tunesBag abspielen und verwalten .

Dass viele netzwertig.com-Leserinnen und Leser ein Faible für Dropbox haben, wissen wir . Nun bietet sich Dropbox natürlich auch dafür an, Musik zwischen verschiedenen internetfähigen Geräten zu synchronisieren oder online abzulegen (je nach verfügbarem Speicherplatz). Was das Management der so in der Cloud gespeicherten Titel betrifft, lässt Dropbox allerdings zu wünschen übrig. Die mobilen Dropbox-Apps erlauben zwar das Streaming von Musik, aber fortgeschrittene Funktionen eines Musikplayers fehlen.

Mit der Dropbox-Integration wird aus tunesBag ein vielseitig einsetzbarer Musikplayer für bei Dropbox gespeicherte Songs, der die Navigation und das Filtern anhand von Interpreten, Titeln, Alben oder Genres ebenso erlaubt wie das Erstellen von Playlisten, das Sharing der Playlisten mit tunesBag-Freunden oder das Scrobbeln angehörter Stücke bei Last.fm.

Die Gratis-Variante von tunesBag bietet einen Gigabyte Speicherplatz, für eine Monatspauschal zwischen 2,90 Euro und 14,90 Euro lässt sich das Volumen des tunesBag-Kontos auf bis zu 200 Gigabyte erhöhen (wer die iPhone-App von tunesBag installiert hat, zahlt momentan nur 1 Euro pro Monat für 200 Gigabyte).

User, die für die Nutzung von tunesBag nicht in die Tasche greifen wollen, können durch die Verknüpfung mit Dropbox die Kapazität ihres tunesBag-Kontos quasi um den bei Dropbox vorhandenen Speicherplatz erhöhen - ein Schritt, der Respekt verdient, immerhin verringert tunesBag so den Anreiz für seine User, Speicher hinzuzukaufen, und ein hervorragendes Beispiel, was es heißt, die Bedürfnisse der Nutzer in den Mittelpunkt zu stellen.

tunesBag ist nicht der einzige für Dropbox angebotene Mediaplayer (BoxyTunesMusikDrop und dPlayer sind Alternativen), aber zeichnet sich vor allem durch seine Präsenz auf vielen Plattformen aus. Mein einziger großer Kritikpunkt bisher: Die iOS-App kann im Gegensatz zu Dropbox' eigener iPhone-/iPad-Applikation keine Musik abspielen, wenn sie sich im Hintergrund befindet. Dies muss schnellstmöglich nachgeholt werden, denn paralleles Musikhören und Surfen ist so derzeit unmöglich.

Andere Dienste (ohne Dropbox-Integration), die den Zugriff auf die eigene Musiksammlung in der Cloud erlauben, heißen Ciiju , MP3Tunes oder mSpot .

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