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08.02.11

"MeetMe": Doodle startet persönliches Terminfindungswerkzeug

Doodle, der Schweizer Pionier für die Online-Terminfindung, startet mit MeetMe persönliche Profilseiten, über die sich Terminanfragen entgegennehmen lassen.

 

Doodle ist eines der international bekanntesten Startups aus der Schweiz und ein Vorreiter, was die Bereitstellung von Onlinewerkzeugen zur effizienten Terminfindung betrifft. Das Anfang 2007 gegründete Unternehmen aus Zürich bezeichnet sich selbst als führend in diesem Bereich und erreicht nach eigenen Angaben über sechs Millionen Unique Visitors pro Monat, davon über eine Million aus der Schweiz .

Bisher lag der Schwerpunkt des in der Basis-Version kostenlosen Doodle-Angebots auf der Terminfindung für Gruppen. Naturgemäß wird die Wahl des Zeitpunkts einer Besprechung oder Veranstaltung schwerer, je mehr Teilnehmer für diese vorgesehen sind. Die Doodle-Weboberfläche gibt allen Personen die Möglichkeit, ihre Präferenzen für verfügbare Termine kenntlich zu machen und sich somit ein ewiges Hin und Her per E-Mail und Telefonaten zu ersparen.

Mit MeetMe stellen die Züricher heute nun ein neues Feature im Beta-Stadium vor, bei der einzelne Doodle-Nutzer und ihre terminliche Verfügbarkeit im Vordergrund steht. Bei MeetMe handelt es sich um eine unter einer eindeutigen URL erreichbare Profilseite der Form www.doodle.com/benutzername , deren zentrales Element ein Kalender darstellt. Personen, die sich mit dem jeweiligen Profilbesitzer persönlich treffen oder ein Telefonat vereinbaren möchten, können dort ihren Terminwunsch und einige Eckdaten des Meetings eintragen und die Anfrage auch ohne Doodle-Benutzerkonto an den jeweiligen Nutzer abschicken.

Der Profilinhaber erhält anschließend eine E-Mail und kann den Termin bestätigen oder ablehnen. Doodle erlaubt den Import externer Kalender von Google, Outlook sowie Lotus Notes, um Doodle-Usern einen schnelleren Überblick darüber zu geben, ob die Terminanfrage in ihren eigenen Zeitplan passt. Gleichzeitig bietet Doodle einen ics-Link zum persönlichen Kalender, womit sich dieser in externen Kalenderanwendungen darstellen lässt.

Wer externe Kalender importiert oder bereits bestehende Termine in seinem Doodle-Kalender hat, kann nicht verfügbare Zeiträume für alle Besucher der MeetMe-Seite kenntlich machen, um Anfragen für diesen Zeitpunkte zu vermeiden. MeetMe-Benutzern gibt Doodle auch die Gelegenheit, auf ihrem Profil zu anderen Social-Web-Präsenzen zu linken.

Zu viel WerbungMeetMe ist sicherlich keine revolutionäre Entwicklung und erinnert stark an die Terminfindungsfunktionen von Enterprise-Office-Lösungen, stellt aber eine konsequente Weiterentwicklung des Doodle-Portfolios dar und hat den großen Vorteil einer Onlineanwendung, plattformübergreifend einsatzbereit zu sein. Personen, die häufig Terminanfragen erhalten (und diese selbst verwalten), können fast kommentarlos auf ihr MeetMe-Profil bei Doodle verweisen und die Anfrage nachträglich über ihren Doodle-Kalender managen.

Das Bombardement von Terminanfragen versendenden Nutzern mit AdSense-Anzeigen sollte sich Doodle allerdings noch einmal überlegen (siehe Screenshot). Dem Doodle-Image als Pionier in seinem Markt wird ein derartiges Zupflastern mit Werbebannern, das man sonst nur aus den dunklen Ecken des Webs kennt, nämlich nicht gerecht.

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