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13.03.12

Matchmaking über Musik: Fellody macht Spotify zur Flirtbörse

Das Zürcher Startup Fellody gehört zu den exklusiven App-Partnern, die ab heute für deutsche Spotify-Nutzer zur Verfügung stehen.

 

Zum heutigen Deutschlandstart hat Spotify auch eine Reihe von App-Partnern vorgestellt, die ab sofort hiesigen Anwendern des Musikdienstes innerhalb des Desktop-Clients zur Verfügung stehen. Im Dezember öffneten der Dienst seine Plattform für externe Anwendungen - allerdings werden bisher nur exklusiv vom Spotify-Team ausgewählte Apps zugelassen. Auch variiert das Angebot an Applikationen je nach Land, in dem ein Spotify-Konto registriert wurde.

Zum Start stehen deutschen Anwendern eine Reihe von Apps zur Verfügung, die über den "App Finder" ausgewählt und zur Programmliste hinzugefügt werden können. Neben tape.tv, Last.fm und laut.de ist mit Fellody auch ein junges Zürcher Startup Launchpartner in Deutschland, über das wir in den vergangenen Monaten zweimal berichtet haben :

Fellody ist ein Flirt- und Kennenlern-Netzwerk, das die musikalischen Präferenzen seiner Mitglieder vergleicht und ihnen davon ausgehend Personen vorschlägt, die zu ihnen passen. Dafür können Playlisten aus iTunes, dem Windows Media Player sowie von Last.fm importiert werden, auch wird ein Desktop-Client angeboten, der die Hörgewohnheiten analysiert.

Mit der nun veröffentlichten Spotify-App, die zu Beginn auf Anwender im deutschsprachigen Raum beschränkt ist, aber mittelfristig allen internationalen Nutzern des Musikdienstes zugänglich gemacht werden soll, ist dem von den Deutschen Robin Simon und Thomas Vatter in der Schweiz gegründeten Jungunternehmen ein großer Wurf gelungen - denn damit wird nun erstmals ein erwartungsgemäß schnell wachsender Nutzerkreis auf das Konzept des Matchmakings über Musik aufmerksam.

War für mich mein Wohnort Schweden bisher in Spotify-Fragen immer ein Vorteil, erweist er sich im Bezug auf Fellody als Nachteil: Denn ich konnte die Anwendung so leider bisher nicht ausprobieren (auch ein deutscher VPN schafft keine Abhilfe) und muss mich daher auf die Beschreibung der Pressemitteilung verlassen:

Demnach können User Spotify-Playlisten per Drag & Drop in die Fellody-App ziehen, die anschließend Fellody-Mitglieder präsentiert, mit denen man Lieblingssongs und -interpreten teilt. Die Applikation bietet eine Reihe von Filtermöglichkeiten und zeigt auch an, welche anderen Bands und Titel ein potenzieller Flirtpartner bevorzugt - wie bei allen Spotify-Apps können die Musikstücke jeweils direkt angehört werden. Mit einer "Top-Interpreten" genannten Funktion lassen sich außerdem Ranglisten der am häufigsten genannten Künstler auf Fellody anzeigen, inklusive Information darüber, welche Personen diese gerne hören.

Spotify-Mitglieder, die über die App auf eine interessante, musikalisch kompatible Person stoßen, können anschließend mit dieser über Fellody Kontakt aufnehmen.

Fellody ist nicht der einzige Anbieter, der sich der Kontaktanbahnung auf Basis von Musikpräferenzen verschrieben hat. Auch der britische Dienst Tastebuds bietet einen entsprechenden Service, ist allerdings bisher nicht mit einer eigenen App in Spotify präsent (was sich jedoch ändern könnte).

Voraussetzung für Fellody, um zu einem Erfolg zu werden, ist die Integration mit allen gängigen Verfahren zum digitalen Musikkonsum. Eine Verknüpfung mit dem weltweit führenden On-Demand-Streaming-Dienst ist deshalb ein wichtiger Schritt.

Link: Fellody

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