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20.07.08

Samstag App Fieber: Kuku Klok, Tvitter, Verblitzt, Facesaerch

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind. Dieses Mal: Kuku Klok – eine webbasierter Wecker; tvitter – Twitter fürs soziale Fernsehen; verblitzt – eine Seite, die der Liebe eine zweite Chance geben will; und facesaerch – eine innovative Suche nach Gesichtern.

Kuku Klok ist ein webbasierter Wecker mit dem traditionshaften Gütesiegel der Schweiz. Viel gibt’s nicht dazu zu sagen, man kann die Weckzeit einstellen, aus ein paar Klängen (Hahn, klassischer Wecker, fiesem Gepiepse und einem Gitarrenriff) den gewünschten Weckton wählen und den Wecker aktivieren. Ein gewisses Mass an Ausfallssicherheit ist gewährleistet, die Kuku Klok funktioniert auch, wenn die Internetverbindung getrennt wurde. Ein Tool mit Klahrheit und Fokus.

tvitter – public TViewing – denkt das Prinzip von Twitter für Couch Potatoes weiter. Ähnlich wie bei (von uns vor einiger Zeit vorgestellten ) Telewebber ist es eine auf den gemeinsamen TV-Konsum zielende Anwendung, wobei hier die Nachrichten etwas loser gekoppelt als Tweets ausgetauscht werden. Aktuelle Sendungen etwa werden in der Sidebar eingeblendet, mit einem Klick kann man einen Tweet generieren, dass man etwas gerade anschaut. Alle Tweets zu einer Sendung werden aggregiert und Synchron-Zuschauer können sich gegebenenfalls darüber unterhalten.

Die TV-Tweets werden auch optisch nett auf einer Google Map visualisiert. Allerdings tut das nicht weiter viel zur Sache. Es ist – anders als etwa bei Twittervision – im Grunde egal, wo jemand etwas übers Fernsehen twittert. Doch die Map wird auf so ziemlich jeder Seite neu geladen. Spätestens wenn man das 10. Mal 30 Sekunden auf das Fertigladen der Map wartet beginnt das zu nerven. Hier wurde wohl die Machbarkeit vor die Nützlichkeit gestellt.

Dem Zufall eine zweite Chance geben möchte verblitzt . Wer sich in einem öffentlichen Verkehrsmittel verguckt hat, hat hier die Möglichkeit, den Aufruf zur möglichen Wiedervereinigung zu stellen. Angeben kann man die Stadt, die Linie, natürlich den Aufruf und ggf. ein Photo. Suchende können nach den gleichen Kriterien filtern.

Den Anwendungsfall finde ich für eine Dating-Seite recht nett, allerdings geht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die, die sich fast gesucht und gefunden hätten, beide auch auf verblitzt wiederfinden, doch gegen Null.

Aus Wien kommt facesaerch, ein neuartiges Interface für die Suche nach Gesichtern. Das Tool verwendet die Google API zur Bildersuche und präsentiert die Ergebnisse auf sehr flüssige Art. Es gibt auch einige Möglichkeiten, facesaerch als Widget auf die eigene Webseite / Blog einzubetten oder in Facebook zu integrieren. Mit dem Spiegeleffekt hat es der Entwickler eventuell etwas zu gut gemeint.

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