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11.11.11

komoot: Intelligenter Tourenplaner für alle, die sich bewegen wollen

Das Potsdamer Startup komoot will Outdoor-Fans und bewegungsfreudigen Menschen mit einem intelligenten Tourenplaner dabei helfen, die perfekte Strecke zu planen.

 

Wer viel am Computer sitzt (und das wird einen nicht unerheblichen Teil der netzwertig.com-Leserschaft betreffen), muss sich bewegen, um fit zu bleiben. Ein kurzer Spaziergang ums Haus oder den Bürokomplex ist zwar besser als nichts, aber auf Dauer wenig stimulierend. Und nach 20 Rad- oder Joggingtouren auf der selben Strecke sehnt man sich ebenfalls nach Abwechslung.

Das 2010 in Potsdam bei Berlin gegründete Startup komoot schafft mit seinem intelligenten Tourenplaner für diese und andere Szenarien Abhilfe. Das Spinoff der TU Berlin wurde von den Jonas Spengler und den Brüdern Markus und Tobias Hallermann gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Outdoor-Freunden und -Sportlern dabei zu helfen, die perfekte Tour zu planen.

Das Herzstück von komoot ist die Browseroberfläche, mit deren Hilfe Unternehmungslustige im ersten Schritt einen Ort, eine Stadt, eine Region oder ein Gebirge in Deutschland, der Schweiz oder Österreich angeben können. Anschließend präsentiert sich ihnen der aus einem passenden Kartenausschnitt sowie verschiedenen Steuerelementen bestehende, sehr elegante Tourenplaner.

Mit diesem lässt sich dann die ideale Tour abstecken. Zur Auswahl stehen Rundtouren und Start-Ziel-Trips - mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Jeder Strecke können beliebige Zwischenstops hinzugefügt werden. Über zwei Schieberegler definieren bewegungsfreudige Nutzer ihre Kondition und den gewünschten Schwierigkeitsgrad der Tour. Nach einem Klick auf "Los geht's" berechnet komoot mögliche Routen und präsentierte eine Auswahl inklusive geschätzter Dauer, Angaben zu Höhenunterschieden, einzelnen Abschnitten und - sofern vorhanden - Foto von Sehenswürdigkeiten, die passiert werden.

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Zur Erstellung einer Tour ist keine Registrierung notwendig. Wer diese jedoch ausdrucken, speichern, mit Freunden gemeinsam bearbeiten oder der angeschlossenen Community zugänglich machen möchte, muss Mitglied werden.

Von der Grundfunktionalität her hat komoot Ähnlichkeiten zu Google Maps und herkömmlichen Routenplanern. Was den Dienst auszeichnet, ist die sehr ansprechende, hochwertig wirkende Benutzeroberfläche, eine intuitive Bedienung und zahlreiche, an den Outdoor-Fan gerichtete Spezialfeatures.

Zusätzlich bietet komoot mobile Apps für iPhone und Android, die neben der Tourenplanung von unterwegs das Abrufen bereits angelegter Strecken, das GPS-basierte Aufzeichnen von Touren, den Offline-Zugriff auf Karten sowie den Einsatz als Tacho mit Angabe von Durchschnittsgeschwindigkeit, verbleibender Zeit, Höhenmeter und Gesamtdauer erlaubt. Touren können auch auf GPS-Geräte geladen und in Blogs und Websites eingebunden werden.

Das für die Tourenplanung genutzte Geo-, Höhen-, Bild- und Textmaterial kommt unter anderem von OpenStreetMap, METI, NASA, Wikipedia und Geonames. Die Nutzung von komoot ist kostenfrei, solange man nicht mit den mobilen Apps Touren außerhalb der Heimatregion planen möchte - andere Gegenden können per In-App-Kauf freigeschaltet werden.

Eine weitere Erlösquelle stellen für das vom Frühphasenfonds Brandenburg mit Venture Capital ausgestattete, mittlerweile über ein Dutzend Mitarbeiter zählende Startup aus Potsdam verschiedene Firmen- und Partnerlösungen dar.

komoot macht selbst auf jemanden wie mich, der Touren (die in meinem Fall eher kurzen Spaziergängen ähneln) bevorzugt nicht im Vorfeld plant, einen äußerst überzeugenden Eindruck und Lust auf echte Outdoor-Abenteuer. Praktische, durchdachte Features wurden von den Fast-Berlinern in ein sehr schönes Design gegossen und - wo erforderlich - mit den notwendigen Erklärungen versehen.

Einen Pluspunkt erhält das Jungunternehmen aus Brandenburg zudem für den hohen Informationgehalt seiner Website, die dabei trotzdem nicht überladen wirkt. Allein von dieser Presseseite können sich viele Startup mehrere Scheiben abschneiden!

Link: komoot

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