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23.09.11

Kommunikationsplattform für Studenten: Aus blicKlick wird Spocal

Anfang des Jahres lancierten drei Zürcher die Hochschul-Flirtplattform blicKlick. Jetzt erweitern sie das Konzept der Site auf die Kommunikation zwischen Studenten und verpassen dem Service mit Spocal einen neuen Namen.

 

Uni-Flirts in Echtzeit - das versprach das Schweizer Startup blicKlick zum Launch im Februar dieses Jahres . Das Konzept hatten sich die drei Studenten der ETH Zürich Philip Reichen, Cristian Grossmann und Flavio Pfaffhauser vom US-Dienst LikeALittle abgeschaut:

Nutzer konnten auf einer Hochschul-spezifischen virtuellen Pinnwand beschreiben, welche Person in ihrer Umgebung sie attraktiv fanden, und diese Nachricht in Echtzeit veröffentlichten. Mitstudenten konnten einzelne Einträge kommentieren und bei der Identifizierung oder Kontaktanbahnung mithelfen – oder sich als die beschriebene Person zu erkennen geben.

Ende April expandierte der junge Service aus Zürich mit einer Plattform für Studenten der Berliner Humboldt Universität nach Deutschland. Doch obwohl der Gedanke einer auf Universitäten begrenzten, geradlinigen Flirtplattform durchaus sinnvoll klingt, hat sich das blicKlick-Trio gut ein halbes Jahr nach dem Start entschieden, das Konzept auf den generellen Austausch zwischen Studenten an Hochschulen zu erweitern.

Man habe aus dem bisherigen Nutzerfeedback erfahren, dass viele mehr auf der Site publizieren wollen als lediglich Flirtversuche, so Mitgründer Grossmann. Nachdem sie diese Gelegenheit erkannt hatten, entschlossen sich die Jungunternehmer, die Plattform für Anwendungsszenarien abseits von Flirts zu öffnen. "Socialize with people nearby" heißt nun die Devise.

Wer über eine der hochschulspezifischen Pinnwände eine öffentliche Nachricht publiziert, richtet sich nicht mehr notwendigerweise an EINE Person (wie bei den Flirts), sondern an alle Studenten in der Umgebung. Über den Menüpunkt "Add a Flirt" können Nutzer aber weiterhin Beschreibungen von Personen hinterlassen, die ihnen auf dem Uni-Gelände begegnet sind und die sie gerne kennenlernen würden.

Komplettiert wird die partielle Umpositionierung durch einen Namenswechsel: Der leicht verwirrende Name blicKlick wird von "Spocal" abgelöst, der als Kombination aus "Speak" und "Local" nicht nur besser das Konzept widerspiegelt, sondern auch geeigneter für eine Internationalisierung ist.

Vom Ansatz her wirkt Spocal, das in Kürze eine iPhone-Applikation veröffentlichen wird, wie eine Art Twitter für Studenten. Ein Blick auf die hochschulspezifischen Streams zeigt, dass sich bei der ETH Zürich schon recht fließig ausgetauscht wird, während es auf der Pinnwand der HU und der jüngst hinzugekommenen Goethe-Universität Frankfurt äußerst still ist.

Jetzt ist die Kreativität der Spocal-Macher gefragt, um Leben in den Laden zu bringen.

Link: Spocal

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