<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

02.11.10

Hipmunk: Eine Flugsuche, die Spaß macht

Die Nutzung von Flugsuchmaschinen ist oft umständlich und zeitraubend. Das US-Startup Hipmunk zeigt mit einem neuartigen Ansatz, dass die Suche nach Flügen aber auch Spaß machen kann.

 

Millionen Menschen buchen ihre Flüge im Netz. In vielen Fällen, gerade bei Billigfliegern und Strecken, die man regelmäßig frequentiert, reicht es aus, dafür die Website der bevorzugten Fluggesellschaft zu besuchen. Manchmal jedoch weiß man nicht genau, welcher Anbieter für die Reise zum geplanten Zielort der günstigste ist und welche Gesellschaften überhaupt dorthin fliegen.

Für solche Situationen gibt es zahlreiche Flugsuchmaschinen, die Reisenden beim Vergleichen von Flugzeiten und Preisen helfen wollen. Leider erledigen die meisten dieser Dienste ihre Aufgabe eher schlecht als recht. Oft erfordern sie mehr Klicks als notwendig, liefern nur bedingt relevante Ergebnisse und versagen genau in dem Bereich, der eigentlich ihre Stärke sein müsste: die übersichtliche und durchdachte Darstellung der verfügbaren Flüge.

Hipmunk heißt eine neue Flugsuchmaschine, auf die ich erstmalig vor ein paar Wochen durch einen Beitrag beim Blog Fischmarkt gestoßen bin. Martin Riecke stellte dort das mit Kapital von namhaften Business Angels ausgestattete US-Startup als radikalen Neudenker vor, was die Interpretation der Flugsuche betrifft: Im Gegensatz zu den bestehenden Services, die in Sachen Benutzerfreundlichkeit, Darstellung und Informationsgehalt oft viele Wünsche offen lassen, hat Hipmunk genau hier seinen Schwerpunkt.

Kürzlich habe ich Hipmunk dann selbst für die Buchung eines Langstreckenflugs ausprobiert. Und ich war begeistert. Nicht nur, weil Hipmunk mir am Ende zu einer Buchung von äußerst günstigen Tickets bei einer Fluggesellschaft verhalf, die mir sonst garantiert nicht in den Sinn gekommen wäre, sondern auch, weil die Suche bei Hipmunk sogar Spaß macht - etwas, das ich über die meisten anderen von mir jemals genutzten Flugsuchen nicht behaupten kann.

Hipmunk stellt sämtliche gefundenen Flüge in Rasterform dar. Sortiert werden können die Resultate im Raster nach Preis, Ablugzeit, Anzahl der Zwischenstopps, Ankunftszeit sowie Flugdauer. Die für das jeweilige Kriterium passenden Verbindungen werden an oberster Stelle angezeigt. Einzelne Flüge werden automatisch ausgeblendet, sofern sie für Nutzer offensichtlich ungünstiger sind als andere Angebote.

Ein Klick auf eine Verbindung öffnet ein Fenster mit Flugdetails sowie der Möglichkeit, den Flug über einen der Hipmunk-Partner zu buchen. Ob man diese Option wählen oder die Buchung auf der Website der jeweiligen Fluggesellschaft durchführen will, muss jeder selbst entscheiden - im Falle der Direktbuchung bei einem Flugunternehmen entgeht Hipmunk dann jedoch die Provision, die es für die Vermittlung von Flügen an seine Partner erhält.

Besonders gefallen hat mir die Möglichkeit, innerhalb einer bestehenden Hipmunk-Suche beliebig viele weitere Suchen einleiten zu können, die dann als zusätzliche Reiter angezeigt werden. Somit wird das blitzschnelle Vergleichen von Flügen zu unterschiedlichen Zielen möglich, ohne dass man dafür extra neue Browser-Tabs öffnen muss. Was in der Theorie vielleicht wie eine Kleinigkeit klingt, hat die Flugsuche für mich in der Praxis deutlich effizienter gemacht und meine Nerven geschont.

Zum Vergrößern klicken

Hipmunk gibt es bisher lediglich auf Englisch, was man im Hinterkopf haben muss, wenn man beispielsweise nach Städtenamen mit Umlauten sucht. Aus "Düsseldorf" muss dann "Duesseldorf" werden. Wie bei allen anderen manch anderen Flugsuchen auch fehlen zudem die Billigfluggesellschaften wie Ryanair, Easyjet oder Germanwings. was allerdings nicht Hipmunk anzulasten ist, sondern auf die entsprechenden Fluganbieter zurückzuführen ist, die diese Daten nicht für externe Sites verfügbar machen.

Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einsatz von Hipmunk vor allem für Nutzer, die ohnehin ungern mit Ryanair & Co fliegen, sowie für Langstreckenflüge, bei denen kein großes Risiko besteht, dass ein deutlich günstigerer Anbieter nicht aufgelistet wird.

Link: Hipmunk

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer