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30.04.10

Geschäftsnetzwerke: LinkedIn kopiert Xing kopiert LinkedIn kopiert Xing...

LinkedIn ermöglicht es seinen Mitgliedern ab sofort, Unternehmensinformationen zu abonnieren. Xing macht das schon länger. Die zwei Konkurrenten lassen sich gerne voneinander inspirieren.

LinkedIn, das weltweit führende soziale Netzwerk für Geschäftskontakte und Konkurrent des im deutschsprachigen Raum und einigen europäischen Ländern starken Anbieters Xing aus Hamburg, hat eine neue Funktion eingeführt, mit der die 60 Millionen LinkedIn-Mitglieder Unternehmen "folgen" können.

Dazu müssen Nutzer, die ein LinkedIn-Unternehmensprofil besuchen, lediglich oben rechts auf "Follow company" klicken. Anschließend erscheinen Informationen über Veränderungen bei der jeweiligen Firma wie freie Stellen oder neue Mitarbeiter im persönlichen LinkedIn-Newsfeed.

Gerne wird dem deutschen LinkedIn-Wettbewerber Xing vorgeworfen, eine LinkedIn-Kopie zu sein. Es mag auch sein, dass Gründer Lars Hinrichs sich damals von dem US-Angebot hat inspirieren lassen, als er die Idee zu dem erst unter dem Namen OpenBC laufenden Business Network hatte.

Dennoch würde man es sich zu einfach machen, zu behaupten, die Inspiration wäre einseitig. Die aktuelle LinkedIn-Neuerung verdeutlicht das: So gibt es die Möglichkeit, Unternehmensprofilen zu folgen, bei Xing bereits seit November 2009 - anders als bei LinkedIn allerdings nur von Firmen, die ein kostenpflichtiges Profil gebucht haben. Das muss nicht heißen, dass LinkedIn sich explizit an Xing orientiert hat. Immerhin ist das Follower-Prinzip von Twitter und Facebook bereits vor langer Zeit etabliert worden. Tatsache ist aber, dass Xing hier schneller war als sein US-amerikanischer Wettbewerber. Gleiches gilt zum Beispiel für die Funktion zum Merken von Kontakten, die das etwas mehr als acht Millionen Mitglieder zählende Xing ebenfalls vor LinkedIn hatte und im Gegensatz zu LinkedIn auch für Gratis-Mitglieder anbietet.

Es ist offensichtlich, dass bei beiden Diensten genau verfolgt wird, was es bei der Konkurrenz Neues gibt. Natürlich hat sich Xing auch so einiges bei LinkedIn abgeschaut. Unternehmensprofile gab es bei dem US-Pendant schon vor Xing, gleiches gilt auch für das Anzeigen von Referenzen und wahrscheinlich für eine Reihe anderer Features.

Der Wettkampf Xing vs LinkedIn bleibt spannend. Auf internationaler Bühne steht der Gewinner mit LinkedIn bereits fest, aber seine Marktführerschaft in einigen europäischen Ländern verteidigt das Hamburger Netzwerk, an dem seit einigen Monaten Hubert Burda Media beteiligt ist , hartnäckig und bisher erfolgreich. Usern, die viele sowohl internationale als auch deutschsprachige Kontakte haben, bleibt derzeit nichts anderes übrig, als beide Plattformen einzusetzen.

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