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07.09.07

Formate im Internet "Zeigen, was man machen kann"

Das Interview-Magazin Folge ist anders: In aufwendig produzierten Filmen werden Persönlichkeiten vorgestellt. Interviewgäste und Macher haben sichtlich Spaß daran.

Mit großem Brimborium werden auf der IFA gerade neue Onlineplattformen präsentiert - auf denen dann doch nur die bekannten Sendungen laufen. Währenddessen schneidet Frerk Lintz an der vierten Ausgabe des Interview-Magazins Folge , fünfzehn Minuten lange Filme, die es im Internet zu sehen gibt.

Schauspieler Axel Prahl, Radiomoderator Klaus Fiehe, Designer Mario Lombardo und der Koch Otto Pfeiffer werden in den ersten vier Ausgaben vorgestellt, in einer Mischung aus Interview und dokumentarischen Aufnahmen. Mit bis zu drei Kameras ist das kleine Team unterwegs, aus vielen Stunden Rohmaterial werden die Filme in Final Cut Pro montiert. Dabei wird viel Wert gelegt auf gut eingerichtete, schöne Bilder. Das kann dauern, "lieber länger brauchen und Arbeit investieren, als schnell und huddelig", sagt Lintz. Dafür unterscheiden sich die Interviews von allem, was es in Deutschland online gibt.

folge ap

Folge #2, Axel Prahl: Interview-Magazins Folge

"Das dollste Ding auf dem Planeten"

Am Interview mit Otto Pfeiffer hat er über zwei Wochen geschnitten, oft neben seiner eigentlichen Arbeit. "Es ist auch nicht schlecht, den Schnitt dann noch mal ruhen zu lassen", sagt Lintz. Wochen, nachdem ein Beitrag eigentlich schon fertig war, änderte er noch mal die Musik und einige Kleinigkeiten. "Vorher war der Beitrag nicht wirklich gut, danach hat es auf einmal gestimmt."

Bisher prominentester Interviewgast ist Axel Prahl. Es gehe aber nicht um Stars und Promotion für deren neue Bücher und CDs, sagt Linz, sondern um Persönlichkeiten. Der Kontakt zu diesen Persönlichkeiten ist ein Teil der eigenen Motivation an diesem Projekt. Dass Lintz und sein Team Fans ihrer Protagonisten sind, merkt man den Filmen an. Sie haben schon eine lange Liste mit potentiellen Gästen.

folge kf

Folge #4, Klaus Fiehe: Der Geschichtenerzähler

"Natürlich würde ich damit auch gerne Geld verdienen", sagt Lintz. Er sei aber nicht besonders gut darin, Folge als das "dollste Ding auf dem Planeten" zu verkaufen. Deswegen haben sie es einfach gemacht, weil das Internet es möglich macht und weil sie müde vom Fernsehen waren. Erste Gespräche mit Medienvertretern gab es schon. Gerne würde Lintz einen Sponsor für das Projekt finden, auch ein DVD-Magazin kann er sich vorstellen. Bis dahin geht es im Internet weiter, "weil es uns zunächst nur um das Machen geht".

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

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