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30.04.12

Eine Million Nutzer pro Monat: VerkehrsmittelVergleich beschleunigt das Wachstumstempo

Das nun in München beheimatete Startup VerkehrsmittelVergleich hat sich für 2012 einiges vorgenommen: Verdreifachung von Nutzerzahlen und Buchungsvolumen, Internationalisierung und eine Venturekapital-Runde. Kürzlich erreichte das Unternehmen die Gewinnschwelle.

Es ist schon rund drei Jahre her, dass VerkehrsmittelVergleich in der deutschen Internetlandschaft für Aufsehen sorgte. Das Spin-off der RWTH Aachen erlaubt den Preisvergleich von Bahn, Flugzeug, Fernbus, Pkw und Mitfahrgelegenheit sowie eine Kombinationssuche und die Buchung beim günstigsten Anbieter. Wir berichteten erstmals im März 2009 über den Dienst und bezeichneten ihn angesichts seines klaren Mehrwerts, der netten Umsetzung und des allgemein positiven öffentlichen Feedbacks als eines der zehn besten Startups aus dem deutschsprachigen Raum. Im Herbst 2009 erhielt die junge Firma eine sechsstellige Seed-Kapitalspritze.

Doch dann wurde es recht still um das von Veit Blumschein, Johannes Grassmann - beides Studierende der BWL - und dem Informatiker Daniel Nolte gegründete Unternehmen. Grassmann hat uns nun mit einem kleinen Statusbericht versorgt, der zeigt, dass das Trio in der letzten Zeit nicht auf der faulen Haut gelegen hat: Im November 2011, also rund zweieinhalb Jahre nach der Gründung, konnte das Startup die Gewinnschwelle erreichen. Umsätze erwirtschaftet der Service mit dem beschreibenden Namen über Werbeeinblendungen sowie Provisionen, die Transportunternehmen für Buchungen an VerkehrsmittelVergleich zahlen.

Zwei Monate später, im Januar 2012, wurde erstmals die Marke von einer Million Nutzern pro Monat durchbrochen. Suchmaschinentraffic spielt eine wichtige Rolle für den Dienst, der nicht zuletzt wegen seiner Namenswahl bei Google für relevante Begriffe Spitzenpositionierungen einnimmt. Das monatliche Buchungsvolumen über die Site liegt bei einer Million Euro. Dieser Wert zeigt, dass nur ein Teil der Besucher tatsächlich eine Buchung über VerkehrsmittelVergleich durchführt. Viele werden die Site lediglich für den Vergleich verwenden, um anschließend die Buchung direkt beim jeweiligen Transportunternehmen durchzuführen. Das Startup erklärt jedoch mit Nachdruck, dass die Buchung einer Fahrt von A nach B über VerkehrsmittelVergleich das gleiche kostet wie eine Buchung direkt beim entsprechenden Anbieter.

2012 steht für das Unternehmen, das mittlerweile von Aachen nach München umgezogen ist, unter dem Stern der Internationalisierung. Zu Jahresbeginn wurden unter der Marke fromAtoB eine Reihe europäischer Ableger von VerkehrsmittelVergleich lanciert. Die zugrundeliegenden Daten und der Suchalgorithmus gleichen dem der deutschsprachigen Fassung, weshalb zur Lokalisierung zumeist lediglich eine Anpassung des Layouts und natürlich der Sprache erforderlich ist. Auch eine Version für den US-Markt existiert, geplant sind zudem Portale für den indischen, chinesischen und japanischen Markt.

Zum Jahresende wollen die Jungunternehmer sowohl die Zahl monatlicher Anwender als auch die des monatlichen Buchungsvolumens verdreifachen. Angestrebt wird auch eine "Series A"-Finanzierungsrunde, die dem Startup Mittel für Marketingaktivitäten zur Verfügung stellt. Die drei VerkehrsmittelVergleich-Gründer haben offensichtlich gut mit ihrem vor zweieinhalb Jahren erhaltenen Seed Funding gehaushaltet. Obwohl der Eindruck entsteht, sie hätten ihre Expansion etwas beschleunigen können.

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