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22.02.11

DST begeistert sich für Spotify: Der endgültige Ritterschlag

Das russische Beteiligungsunternehmen DST will rund 100 Millionen Dollar in den aufstrebenden Musikdienst Spotify investieren - der endgültige Ritterschlag für das Startup aus Schweden.

 

In den vergangenen Jahren haben wir euch regelmäßig über den Stand der Dinge beim schwedischen Musikstreamingdienst Spotify informiert - und das, obwohl der Service im deutschsprachigen Raum bisher offiziell nicht verfügbar ist. Der Grund für unsere stetige Beobachtung des in Stockholm gegründeten Startups, das mittlerweile seinen internationalen Sitz in London hat? Der Dienst ist einfach zu gut, um nicht über ihn zu berichten!

Die jüngste Nachricht , die russische Internetbeteiligungsfirma DST wolle Spotify mit 100 Millionen Dollar frischem Kapital ausstatten und bewerte das 2006 gegründete Unternehmen mit einer Milliarde Dollar, sehe ich daher als willkommene Rechtfertigung für meine bisherigen Lobeshymnen in Bezug auf Spotify.

Sofern der Die jüngste Nachricht stimmt, lässt dies folgende Aussagen zu:

  • Nach Facebook, Groupon und Zynga wäre Spotify das vierte international ausgelegte Webunternehmen, an dem sich DST (mit einer signifikanten Summe im dreistelligen Millionenbereich) beteiligt.
  • Eine Finanzspritze von 100 Millionen Dollar ist der umfangreichste Betrag jemals, der innerhalb einer einzigen Kapitalrunde an ein Startup im Bereich des digitalen Musikstreamings geflossen ist.
  • Facebook-Chef Mark Zuckerberg macht keinen Hehl aus seiner Begeisterung für Spotify. Mit einem gemeinsamen Großinvestor erscheint eine engere Zusammenarbeit beider Dienste nicht unwahrscheinlich.
  • Spotify, das bei rund zehn Millionen Mitgliedern in sieben europäischen Ländern etwa 750.000 zahlende Premium-Nutzer hat und sich zudem durch Werbung in der Gratis-Version finanziert, schreibt zwar bisher noch keine schwarzen Zahlen, erhält mit dem Geld jedoch viel Spielraum für die weitere internationale Expansion - vor allem für den seit langem anvisierten, mit immensen Investitionen und enormer Überzeugungsarbeit verbundenen Launch in der USA.
  • Allen Konkurrenten wie Rdio, Deezer, Rhapsody, MOG , Napster oder simfy zum Trotz erklimmt Spotify damit endgültig den Thron der Angebote für On-Demand-Musikstreaming - zumindest was die allgemeine Erwartungshaltung betrifft. In diesem Fall glaube ich, dass diese auch gerechtfertigt ist.

Wer sich für das Treiben in der globalen Webbranche interessiert und Spotify bisher noch nicht auf dem Radar hatte, sollte sich spätestens jetzt etwas genauer mit dem Service beschäftigen. Um den Einstieg zu erleichtern, folgen hier einige ausgewählte netzwertig.com-Berichte rund um das innovative Jungunternehmen:

Spotify: Neuer Musikdienst stellt alles andere in den Schatten (Oktober 2007)

Neue Spotify-Version: Musikstreaming, wie es besser nicht sein könnte (April 2010)

Spotify-Gründer Daniel EK: "Die MP3-Datei ist zur URL geworden" (Juli 2010)

Digitale Musik: So einfach bekommt ihr Spotify auch im deutschsprachigen Raum (Oktober 2010)

Und als Hintergrund zu den Aktivitäten von DST ist dieser Artikel sowie dieses Videointerview mit DST-Partner Alexander Tamas zu empfehlen.

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