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14.07.11

Dosiert twittern: Buffer erreicht Meilenstein und zieht ins Silicon Valley

500.000 Tweets wurden seit dem Launch von Buffer Anfang des Jahres über den Dienst verschickt. Am Wochenende zieht das österreichisch-britische Gründerduo hinter dem Tool zum Verwalten und zeitversetzten Publizieren von Twitter-Nachrichten ins Silicon Valley.

 

Vor genau drei Monaten berichteten wir über Buffer, ein junges Startup des österreichisch-britischen Gründerduos Leonard Widrich und Joel Gascoigne.

Die Zwei haben sich mit ihrem Webdienst vollständig dem Thema des zeitversetzten Twitterns verschrieben: Buffer erlaubt das automatisierte Versenden von Tweets zu einem vordefinierten Zeitpunkt. Nutzern soll so die Möglichkeit gegeben werden, Kontinuität und Regelmäßigkeit in ihr Zwitscherverhalten zu bringen, selbst wenn sie gerade keine Gelegenheit haben, ihre Twitter-Follower aktiv zu unterhalten.

Zu unserem Bericht im April gab Leonard Widrich die Zahl der Buffer-Anwender mit ungefähr 3.000 an. Heute, drei Monate später, sind es laut seiner Aussage fast 20.000. Er und sein Mitgründer freuen sich außerdem über das Erreichen der Marke von 500.000 mit Hilfe von Buffer versendeten Tweets.

Um diesen Meilenstein zu erreichen, haben sich die zwei Jungunternehmer in den letzten Wochen ordentlich ins Zeug gelegt, was die Erweiterung ihres Angebots um zusätzliche Funktionen betrifft.

Eine Neuerung ist die Option, direkt von Twitter.com Retweets über Buffer zu iniitieren, die dann zu den vorab im Buffer-Mitgliederbereich definierten Zeiten veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür ist die Buffer-Erweiterung für Chrome. Nützlich könnte dieses Feature für alle sein, die nicht stetig sondern in Schüben einen Blick auf ihre Timeline werfen und dann nicht auf einen Schlag zig Retweets publizieren wollen. Mit Buffer lassen sich diese über den Tag verteilen.

Außerdem können mit der Buffer-Browsererweiterung für Chrome, Safari und Firefox jetzt auch im Google Reader geöffnete Artikel direkt zu Buffer geschickt werden. Auch dies ist dann am sinnvollsten, wenn User sich nur ein- oder zweimal täglich ihren RSS-Feeds widmen, dann jedoch nicht innerhalb weniger Minuten ihre Twitter-Follower mit zahlreichen interessanten Beiträgen bombardieren möchten.

Buffer im Google Reader

Eine dritte Neuheit stellt die Fähigkeit dar, die Häufigkeit und Frequenz von über Buffer versendeten Tweets für bestimmte Tage modifizieren zu können. Social-Media-Verantwortliche von Firmen können so beispielsweise einstellen, dass am Samstag und Sonntag weniger (oder gar keine) automatisierten Tweets publiziert werden.

Leonard Widrich und Joel Gascoigne haben Buffer, das zum Jahresbeginn lanciert wurde, bisher komplett aus eigener Tasche finanziert. Nicht zuletzt um mit potenziellen Geldgebern in Kontakt zu kommen, werden die zwei Gründer am Wochenende von ihrem bisherigen "Sitz" in Großbritannien ins Silicon Valley übersiedeln und dort für Buffer auch eine neue Firma gründen. Mit diesem Schritt wollen sie zudem engere Kontakte zu anderen US-Startups knüpfen, um eventuelle Partnerschaften zu evaluieren.

Bis eine eigene Immobilie gefunden ist, wird sich das Duo im "Startup Mansion" einnisten, einem Co-Living- und Co-Working Space für Gründer im kalifornischen Atherton. Wenn das nicht nach Spaß klingt!

Link: Buffer

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