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13.02.12

DidThis: Eine mobile App will die Masse mobilisieren

Die für iPhone und Android angebotene App des Schweizer Startups DidThis ermöglicht es Nutzern, Aktionen aus ihrem Alltag in digitaler Form festzuhalten und sich gegenseitig anzuspornen.

 

Egal ob bei den Revolutionen in der arabischen Welt, bei Demonstrationen wie denen gegen ACTA oder bei weniger ernsthaften Anlässen wie Flashmobs: In regelmäßigen Abständen organisieren sich Menschen mit Hilfe von Social-Media-Kanälen, um gemeinsame Ziele zu verwirklichen. Facebook, Twitter, YouTube, Storify und Blogs gehören hier zu den populärsten Tools, um die Masse zu mobilisieren und zu informieren.

Das Schweizer Startup DidThis hat am heutigen Montag eine mobile Applikation für iPhone und Android veröffentlicht, die Menschen dazu dienen soll, persönliche oder kollektive Ziele zu erreichen und Dinge in die Tat umzusetzen - egal wo auf dem Planeten sie sich gerade befinden.

"DidThis glaubt daran, dass viele kleine Aktionen, die von vielen Personen viele Male ausgeführt werden, die Welt verändern können", heißt es auf der Website des jungen Unternehmens aus Bottighofen am Bodensee. Die kostenfreie Applikation erlaubt es Anwendern, kleine Ereignisse und Aktivitäten des Alltags in Tagebuchform festzuhalten und mit einem "Bildbeweis" zu ergänzen. Andere Nutzer können bei besonders exemplarischen Aktionen per Cheer-Button anfeuern oder eine Tätigkeit per Klick auf den "Redo"-Button nachahmen. DidThis setzt dazu auf ein Follower-Modell und auf Toplisten von Einträgen, die besonders viele Reaktionen anderer Nutzer erhalten haben.

Das Gründerquartett aus Denis Harscoat, Francis Dierick, Uwe Fleischer und Gregory Cousin positioniert DidThis sowohl als persönlichen Lifelogging-Service als auch als Tool für Onlinenutzer rund um den Globus, um sich gegenseitig zu im Kollektiv durchgeführten Aktionen anzuspornen. Eine intensive Vernetzung der DidThis-Anwender vorausgesetzt, können sich von einzelnen Nutzer durchgeführte Aktionen durch das Redo-Feature schnell viral im DidThis-Universum verbreiten und von dort auch bei Facebook und Twitter publiziert werden.

"Internet of Actions"

Als "Internet of Actions" bezeichnet der aus Frankreich stammende Mitgründer Denis Harscoat das Segment, das DidThis zu etablieren versucht. "Unsere Mission ist, dass wir dem Internet ein zentrales Nervensystem geben, um Menschen im 'richtigen Leben' aktiv werden zu lassen", so Harscoat. "Das ist etwas unheimlich, aber es stellt eine fantastische Möglichkeit dar, die Welt zu verändern".

Die Vision von DidThis, das zuvor unter dem Namen Quantter entwickelt wurde und bereits bei diversen Startup-Wettbewerben dabei war, könnte kaum besser zum aktuellen, von einer aufkeimenden internationalen Protestbewegung geprägten Zeitgeist passen. Leider wird die App in ihrer derzeitigen Fassung den großen Ambitionen des Startups nicht wirklich gerecht: Sie ist weder besonders ansehnlich noch benutzerfreundlich, wirkt unnötig komplex und kann sich nicht richtig entscheiden, ob es nun um das Aufzeichnen des täglichen Trainingsprogramms oder um die Mobilisierung der Massen für gemeinsame Ziele wie Demonstrationen oder Protestaktionen geht. Das jedoch sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.

Die Idee ist auf dem Papier großartig, die Umsetzung bisher leider nicht. Das kann und sollte sich jedoch ändern: Denn mit Lift will noch ein anderes Jungunternehmen die Manage des Internets der Aktionen betreten - mit prominenter Unterstützung von Twitters Co-Founder Biz Stone .

Link: DidThis

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