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12.02.19

Cloud-Services

Warum Unternehmen auf Cloud-Lösungen setzen und welche Risiken sich ergeben

Quelle: iStock / Getty Images Plus

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen steigt die Menge an anfallenden Daten. Viele Unternehmen greifen auf moderne Cloud-Lösungen zurück. Wir diskutieren Vor- und Nachteile der Datenspeicherung im Internet.

Unternehmensdaten in der Cloud:

Warum wird dies bei vielen Unternehmen immer beliebter, welche Risiken ergeben sich da durch und worauf gilt es bei der Umsetzung zu achten?

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsprozessen steigt unweigerlich auch die Menge an anfallenden Daten. In diesem Zusammenhang kommt schnell die Frage auf, wie und wo die Daten von Unternehmen gespeichert werden sollen. Eine sehr moderne Variante ist dabei das Speichern in der Cloud. Allerdings genießen Cloud-Dienste vor allem in Bezug auf die Datensicherheit bei vielen Unternehmen ein verhältnismäßig geringes Ansehen. Wann sich das Speichern in der Cloud lohnt und wann nicht, verrät dieser Artikel.

Was genau sind eigentlich Cloudservices und welche Vorteile bieten sie?

Mit dem Begriff „Cloud“ wird das Prinzip des Cloud-Computings bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine IT-Infrastruktur, die über das Internet funktioniert und Kunden zum Beispiel externen Speicherplatz oder vollständige Applikationen zur Verfügung stellt. Unternehmensdaten können dann ganz einfach über das Internet auf den Server des Cloudanbieters zugreifen, herunterladen, hochgeladen und bearbeitet werden. Ein großer Vorteil ist hier, dass Unternehmen nicht über ein eigenes Rechnernetz verfügen müssen, was die Kosten entsprechend reduziert. Weiterhin ermöglicht das Speichern in der Cloud einen plattform- und standortunabhängigen Zugriff auf die gespeicherten Dateien. So benötigen die Mitarbeiter lediglich die entsprechenden Zugangsdaten, um hinterlegte Daten abrufen zu können. Auf diese Weise wird auch die Weiterverbreitung von Dateien deutlich erleichtert.

Welche Nachteile gehen mit der Nutzung von externen Cloudservices einher und welche Rolle spielt hier die Sicherheit?

Neben den genannten Vorteilen weisen Cloud-Dienste ebenfalls diverse Nachteile auf, die vielen Unternehmen ein Dorn im Auge sind. Wer seine digitalen Daten auslagert und bei externen Dienstleistern abspeichert, macht sich in gewisser Weise immer auch abhängig vom jeweiligen Anbieter. Vor allem die Zuverlässigkeit des Angebots ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor. Insbesondere eine Nichterreichbarkeit der Cloudserver aufgrund von technischen Störungen beim Dienstleister kann hier schnell problematisch werden. Ein weiterer Punkt ist die Datensicherheit. So sind Cloud-Services im Durchschnitt deutlich anfälliger für Datendiebstahl als zum Beispiel lokale Server. Wie aktuelle Ereignisse rund um den Diebstahl von personenbezogenen Daten bekannter Personen und Politiker sowie deren Veröffentlichung zeigen, kann ein erfolgreicher Hackerangriff schwerwiegende Folgen für Betroffene haben.

Für welche Unternehmen lohnt sich die Nutzung von externen Cloudspeichern?

Aufgrund der enormen Kosteneinsparungen sind Cloud-Dienste vor allem für Unternehmen geeignet, die über keine entsprechende oder skalierbare IT-Infrastruktur verfügen. Dies ist häufig bei Kleinunternehmen und Firmen aus dem Mittelstand der Fall. Durch die Nutzung von passenden Serveranlagen können dabei alle Vorteile des Cloud-Computings genutzt werden, ohne dass hohe Investitionen notwendig werden. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sensible Daten wie Kundendaten, Forschungsergebnisse oder Bilanzen in der Cloud gespeichert werden sollen. In diesem Fall sollten Unternehmen ein genaues Augenmerk auf die Sicherheitsbestimmungen des Anbieters legen. Ein Fallstrick ist hierbei oft der Sitz des Cloud-Anbieters, da dieser festlegt, welche Datenschutzbestimmungen gültig sind. Auch die Art der Verschlüsselung ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig. In der Regel wird empfohlen, die Daten bereits vor der Speicherung in der Cloud lokal zu verschlüsseln.

Welche Vorteile bietet ein firmeneigener Cloud-Service?

Ein wesentlicher Vorteil von firmeneigenen Cloud-Diensten ist die Tatsache, dass Sicherheitsaspekte ganz genau vom Unternehmen bestimmt und kontrolliert werden können. So ist die Implementierung von zusätzlichen Sicherheitsbarrieren bei lokalen Servern jederzeit möglich, während sich Firmen bei externen Anbietern mit dem zufrieden geben müssen, was vom Dienstleister angeboten wird. Des Weiteren sind Unternehmen mit eigenen Cloud-Servern nicht von einem Drittanbieter abhängig. So können zum Beispiel Ausfälle aufgrund von technischen Störungen und ähnlichen Ursachen sehr schnell in Eigenregie behoben werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass eigene Cloudserver deutlich weniger stark im Fokus von Hackern liegen, als die Angebote großer Cloud-Dienstleister.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Frage, ob ein externer oder interner Cloud-Service die bessere Lösung ist, immer von den individuellen Voraussetzungen abhängig ist. So gibt es viele Firmen für die eigene Cloudserver aus diversen Gründen schlichtweg nicht umsetzbar sind. Doch egal ob eigenes oder externes Cloud Computing: In jedem Fall sollten Unternehmen einen besonderen Fokus auf den Datenschutz und deren Sicherheit legen.

Autor: Peter Schmidt

Peter Schmidt hat Informatik studiert und sich dabei insbesondere auf den Bereich E-Commerce spezialisiert. Beim Deutschen Medien Verlag unterstützt er insbesondere das Projekt "Industrystock" und dessen Internationalisierung.
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Peter Schmidt

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