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04.06.08

Videotelefonie im Browser: fonie.de jetzt ein bisschen wie ein browserbasiertes Skype

my.fonie.de

fonie.de, ein junger Dienst zur kostenlosen, browserbasierten Videotelefonie, bietet ab sofort persönliche Seiten mit fester Adresse, über die einen Freunde, Bekannte und Kollegen jederzeit direkt aus dem Browser anrufen können.

Es gibt viele junge Webanbieter, die darauf aus sind, mit einem möglichst lauten Knall an den Start zu gehen: Die Versendung von Pressemitteilungen, Kontakteaufnahmen mit Blogs, Marketingaktionen und das Verkünden ambitionierter Ziele sind keine Seltenheit bei Startups, um möglichst schnell Aufmerksamkeit zu genierieren und eine kritische Usermasse zu erreichen.

Dann gibt es aber auch Anbieter, die lieber im stillen Kämmerlein vor sich hinwerkeln, nach und nach neue Features integrieren und scheinbar überhaupt kein Interesse daran haben, Zeit und Ressourcen in die Bekanntmachung ihrer Entwicklung zu stecken. fonie.de fällt in diese Kategorie. Das dreiköpfige Team hinter dem Projekt betreibt seit April einen Dienst zur simplen, kostenlosen, browserbasierten Videotelefonie.

Zum Start von fonie.de hatte ich den Service schon einmal vorgestellt (ich wurde damals durch einen Lesertipp auf ihn aufmerksam). Gut, dass ich seitdem das fonie.de-Blog abonniert habe. Sonst hätte ich nämlich nichts von der neuesten, sehr smarten Funktion des Services erfahren: Konnte man mit fonie.de bisher lediglich spontane Telefon-Sessions initiieren, für die man einen dynamischen Link zur Weitergabe an den potenziellen Gesprächspartner erhielt, ist ab sofort unter my.fonie.de das Anlegen einer persönlichen Profilseite samt einer statischen Adresse möglich, über die einen Freunde und Bekannte jederzeit erreichen können – vorausgesetzt, man ist online und hat seine my.fonie.de-Seite im Browser geöffnet.

Das Anlegen eines eigenen Profils für Anrufe geht schnell. Erforderlich ist lediglich die Angabe des gewünschten Benutzernamens, der E-Mail-Adresse und eines Passworts. Anschließend landet man auf seiner fortan über my.fonie.de/benutzername erreichbaren Seite (meine: my.fonie.de/martin ). Diesen Link kann man nun an Freunde, Bekannte oder Kollegen schicken, in seinem Blog verlinken oder im Userbereich eines Social Networks angeben.

Wer mit einem Nutzer von my.fonie.de ein Videogespräch führen möchte, folgt dem Link und gibt im entsprechenden Formular den Grund seines Anrufs an. Anschließend klingelt es beim Angerufenen (der dazu seine my.fonie.de-Seite geöffnet haben muss). Dieser kann sich nun entscheiden, ob er das Gespräch annehmen will oder nicht.

Um den Service nutzen zu können, benötigt man lediglich das weit verbreitete Flash-Plugin, welchem beim ersten Einsatz von fonie.de der Zugriff auf die Webcam und das Mikrofon gestatten werden muss. Anschließend kann man nach Herzenslust und ohne Zeitbegrenzung in nicht berauschender, aber akzeptabler Qualität telefonieren und sich dabei tief in die Augen schauen.

Mit my.fonie.de ergänzt das über Berlin, Darmstadt und Augsburg verteilte fonie.de-Team sein dem Anschein nach als Hobby betriebenes Projekt um ein sehr nützliches Feature, welches den Dienst für neue Einsatzgebiete öffnet (nicht jeder nutzt Skype). Und wer weiß, vielleicht wird aus fonie.de ja einmal etwas Größeres...

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