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09.08.10

amiando ändert Preisstruktur: Mehr "Free" in Freemium

Der Münchner Event-Mangement-Service amiando öffnet sich einer neuen Zielgruppe: Ab sofort können auch professionelle Events gratis über die Plattform abgewickelt werden, so lange sie für Besucher kostenlos sind.

 

Es gibt ein Web-Startup, das in der Aufzählung der wenigen international erfolgreichen Internetunternehmen aus Deutschland gerne (aber unberechtigt) unter den Tisch fällt: Der 2006 gegründete Event- und Ticketservice amiando mit Sitz in München.

Im Gegensatz zu Xing oder Jimdo, die ebenfalls in einigen Märkten außerhalb des deutschen Sprachraums agieren, hat amiando einen stärkeren B2B-Fokus, was in der Regel weniger mediale Aufmerksamkeit bedeutet.

Ein anderer Grund könnte aber auch sein, dass amiando, das sich primär an Veranstalter "professioneller" (= nicht privater) Events richtet, für diese grundsätzlich kostenpflichtig war. Zusätzlich zur Provision von sechs Prozent auf den Umsatz von verkauften Tickets wurde bisher ein Euro pro Teilnehmer fällig, und das auch, wenn es sich um eine kostenlose Veranstaltung handelte.

Dadurch versperrte sich amiando einer ganzen Reihe von kostenlosen Events, die nicht als private Zusammentreffen galten, aber kein Budget dafür hatten, ihr Event-Management über amiando abzuwickeln (Barcamps, Musikevents z.B.). Doch heute ändert sich dies.

Soeben hat das Münchner Unternehmen eine überarbeitete Website online gestellt und in diesem Zusammenhang ein neues Preismodell gelauncht: Ab sofort kann jeder kostenlose Events gratis über amiando abwickeln, egal ob privater oder kommerzieller/professioneller Natur. Nur wer über amiando auch Tickets verkaufen möchte, muss wie bisher eine Provision zahlen.

amiando-Mitbegründer Marc. P. Bernegger erklärte uns, dass hinter der Entscheidung zwei Ziele stehen: Zum einen soll amiando, über das mittlerweile mehr als 100.000 Events abgewickelt worden sind, damit einer neuen Zielgruppe geöffnet, und zum anderen soll die virale Verbreitung des Produkts erhöht werden. Ein Dienst, der nichts kostet, senkt nicht nur die Einstiegshürden, sondern animiert bestehende Anwendern auch eher dazu, ihn weiterzuempfehen.

Mit dem Relaunch beschert amiando seinen Benutzern zudem ein neues E-Mail-Tool, das laut Pressemitteilung als "erstes E-Mail-Tool speziell für Eventveranstalter" eine Weltneuheit darstellen soll.

Mit einer Verstärkung des "Free" in Freemium untermauert das Startup, an dem das Who is Who der deutschen Investorenszene beteiligt ist, seinen expansiven Fokus. Laut Marc P. Bernegger steht noch dieses Jahr die Eröffnung einer Niederlassung in Hong Kong auf dem Programm.

Link: amiando

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