<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

05.08.13

9 sinnvolle Verbrauchertipps: Mit Dampf ins Netz – Kaminöfen und Co. online kaufen?

HolzDer große Marktplatz Internet ist inzwischen auch in der eher konservativen Kaminbranche sehr beliebt geworden. Ein steigendes ökologisches Bewusstsein, Fördergelder durch den Bund sowie die Möglichkeit zu Kosteneinsparung und Energieautonomie sorgen dafür, dass immer mehr Verbraucher auf das Heizen mit Holz umsteigen. Dieser Trend spiegelt sich auch im Internet wieder. Doch sollten Endkunden ganz genau hinsehen, was sie kaufen.

Wer ein neues Auto kauft, geht ins Autohaus. Wer einen Rasenmäher bestellt, tut dies beim Fachmann. Wer einen neuen Kaminofen online kaufen möchte, kann dies prinzipiell bei jedem, der ein Gewerbe angemeldet hat. Damit ist das große Dilemma einer Branche beschrieben, die lange Zeit in ihrem Dornröschenschlaf gefristet hat, um dann jedoch vielfach konzeptlos und übermotiviert durchzustarten. Der Leidtragende ist dabei der Verbraucher, der sich einem allzu breiten Angebot im Netz gegenüber sieht und am Ende mit dem falschen Produkt zuhause heizt. Der kluge Wechsel zur alternativen Energieform erweist sich im schlimmsten Fall als fataler Fehler. Damit es nicht dazu kommt, können 9 einfache Regeln weiterhelfen.

     

  1. Ohne Information kein Kauf

    Information ist beim Ofenkauf ein Muss. Denn es handelt sich bei einem Holzofen nicht um ein Designer-Möbelstück, sondern um ein technisch ausgereiftes Heizgerät, das nicht „mal eben“ per try and error bedient wird. Auch wenn die Menschheit lesefauler geworden ist: den einen oder anderen Herstellerkatalog sollte der Kaminofen-Interessierte schon durchblättern bevor er sich für einen Ofen entscheidet.

  2. Wer verkauft hier?

    Eine Leitfrage für den Internethandel und eine zentrale Frage, die jeder Kunde beim Kauf von Kaminöfen unbedingt beachten sollte. Der Blick ins Impressum der Website genügt, um die Betreiber des Shops zu ermitteln. Ein guter Shop hat auch Gesichter. Denn wer verkaufen will, muss sich nicht verstecken!

  3. Wie sind die Bewertungen?

    Auch wenn im Internet vielfach nicht immer alles, und vor allem Bewertungen, für bare Münze genommen werden darf, sind einige Anbieter wie Trusted Shops oder ekomi sichere Quellen für objektiv gelistete Kundenmeinungen. Prüfen Sie also, ob Ihr Ofenshop viele positive Kundenmeinungen belegen kann.

  4. Wie werden die Produkte präsentiert?

    Der Online-Kauf hat viele Vorteile wie den vereinfachten Preisvergleich, die bequeme Bestellung oder die schnelle Lieferung. Allerdings können digitale Shops uns noch kein haptisches Einkaufserlebnis bieten. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ein Kamin-Shop seine Produkte ausführlich darstellt, hochauflösende Bilder liefert und mit Produktvideos und Details punkten kann. Denn wer kauft schon die Katze im Sack?

  5. Schnelle Reaktionszeiten

    Sie haben eine Frage zu einem Produkt gestellt und der Shop lässt sich Zeit? Dann ist es für Sie Zeit, sich den nächsten zu suchen! Kundenservice heißt, auch zu antworten. Denn welcher Verkäufer würde ohne Ankündigung mitten im Verkaufsgespräch den Raum verlassen?

  6. Billig ist nicht das Beste

    Günstige Preise mögen zwar verlockend sein, doch ist das wirklich alles? Wenn Sie bereits Punkt 1 beherzigen, kennen Sie schon einige Kaminofen-Hersteller. Muss es dann wirklich der ganz günstige Ofen sein? Immerhin werden Sie ein paar Jährchen damit heizen.

  7. Fachberatung

    Es gibt auf dem Markt viele hundert verschiedene Ofenmodelle unterschiedlicher Hersteller. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie auch beim Online-Kauf einen Ansprechpartner haben, dem Sie alle Ihre Fragen stellen können. Denn ein falsch gewählter Ofen erfüllt niemals die Anforderungen an eine moderne Holzheizung. So ist es z.B. ein Trugschluss, dass allein die Zahl der Kilowattstunden einziges Leistungsmerkmal des Ofens ist. Ein kompetenter Händler wird einem Kunden also niemals einen Ofen verkaufen, ohne vorher nach dem Aufstellort gefragt zu haben. Ein gutes Beispiel für kompetente Fachberatung online liefert z.B. Schornsteinmarkt®

  8. Zubehör und Wartung

    Ex und hopp gilt bei einem Kaminofen nicht. Da diese Heizgeräte oft mehrere Jahrzehnte im Betrieb sind, sollte der Shop die nötigen Kontakte zum Kundendienst haben und Zubehör für Öfen anbieten.

  9. Transparenter Bezahlvorgang und offenes Preissystem

    Beim Kaminofenkauf können Zubehör sowie Lieferkosten schnell den Endbetrag in die Höhe treiben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ein Kamin-Shop offen mit Preisen und Zubehör umgeht. Jede Änderung an der Konfiguration sollte sichtbar sein, damit am Ende beim Bezahlen keine bösen Überraschungen entstehen. Ein transparenter und sicherer Bezahlvorgang ist ebenso Pflicht, wie bei allen Internetgeschäften.

Ist der neue Kaminofen schließlich im Internet bestellt, muss der Ofen in letzter Instanz noch vom zuständigen Schornsteinfeger abgenommen werden. Ist diese letzte Hürde geschafft, steht modernem Feuer-Genuss zuhause nichts mehr im Wege.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer