<< Themensammlung Netzwertig

Unter netzwertig veröffentlichen wir in unserem Blog Einschätzungen zu aktuellen digitalen Geschäftsmodellen und IT-Trends, Meldungen, Analysen, Reviews und Specials.

13.04.09

3...2...1... raus: eBay trennt sich von StumbleUpon

eBay trennt sich von StumbleUpon. Der Bookmarking-Dienst wird künftig wieder ein eigenständiges Unternehmen sein.

eBay hat StumbleUpon 2007 für 75 Millionen Dollar gekauft. Heute wurde bekanntgegeben, dass StumbleUpon nun wieder ein eigenständiges Unternehmen sein wird. Das neue Startup, unabhängig von eBay, ist finanziert von neuen Investoren und den ursprünglichen Gründern.

StumbleUpon ist eine erfolgreiche Bookmarking-/Entdeckungs-Site, mit der man über eine Browser-Toolbar sortiert nach Themen quasi zufällig von Website zu Website browsen kann. Mittels User-Bewertungen, Tags und co. werden die Sites auf StumbleUpon kategorisiert und nach Qualität bewertet.

StumbleUpon dürfte mit nach eigenen Angaben über 7.460.000 Mitgliedern die größte Social-Bookmarking-Site noch vor delicious  sein. StumbleUpon unterscheidet sich in der Nutzung allerdings radikal von allen anderen Bookmarking-Diensten. TechCrunch berichtet von fallenden Zugriffszahlen bei StumbleUpon, auch wenn Zugriffszahlen auf die Site selbst hier als Messgröße wenig Sinn ergeben.

StumbleUpon finanziert sich durch bezahlte Slots bei den über den Dienst aufrufbaren Websites. Man bezahlt also dafür, dass die User über die Toolbar auf die eigene Site gelangen. Gefallen ihnen die Site und geben sie ihr positive Bewertungen, kann der virale Effekt über die bezahlten Zugriffe hinausgehen. Nach eigenen Angaben ist StumbleUpon seit einiger Zeit profitabel.

Der Erwerb von StumbleUpon durch eBay ergab nie wirklich viel Sinn. Eine Verbindung zwischen den beiden Geschäften wurde nie hergestellt.

Es kursieren außerdem Gerüchte, dass eBay sich ebenfalls von Skype trennen will. Ein weiteres aufgekauftes Startup, das, obwohl erfolgreich, nie wirklich in das Kerngeschäft integriert oder damit verbunden werden konnte.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer