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14.01.09

17 Webtools, die uns produktiver machen

Wir stellen täglich bei uns im Einsatz befindliche Webdienste vor. Heraus kommt eine Übersicht über 17 empfehlenswerte Tools für unterschiedlichste Einsatzzwecke.

Wir schreiben nicht nur über Webtools, sondern wir setzen sie auch täglich ein.

Jeder Autor von netzwertig.com hat die bei ihm täglich im Einsatz befindlichen Webtools aufgeschrieben. Herausgekommen ist eine Übersicht über 17 Webdienste, die dabei helfen, produktiv zu arbeiten und schnell und effizient an das gewünschte Ziel zu gelangen.

 

Andreas Göldi:

Evernote

Evernote ist der erste Service, der wirklich verschiedene Device-Welten für persönliches Informationsmanagement reibungslos verbindet. Ob lokal auf dem Mac oder PC, per Web oder per iPhone, auf Evernote geschriebene Notizen stehen sofort auf den anderen Geräten zur Verfügung. Die intelligente Schrifterkennung, die sogar Whiteboard-Gekrakel volltextsuchbar macht, ist eine wertvolle Zugabe.

Google Sites

Google Sites ist sicher nicht das leistungsfähigste Wiki auf dem Markt, aber gut genug für 95% der Anwendungsfälle. Einfach aufzusetzen als Teil von Google Apps, flexibel und idiotensicher zu bedienen. Auch User, die keine Ahnung haben, was ein Wiki überhaupt ist, kommen mit diesem Tool problemlos zurecht.

Amazon EC2

Wer Linux- oder Windows-Server braucht, um eigene Applikationen, Datenbanken oder ähnliches zu hosten, sollte sich Amazon EC2 (Elastic Compute Cloud) unbedingt ansehen -- traditionelle Hoster sehen da alt aus. Zur Verfügung als Mietrechner stehen verschiedenste Servergrössen vom einfachen Billigrechner bis zum 8-CPU-Monster. Und das Beste: Abgerechnet wird pro Stunde, wer also nur mal ein paar Stunden was durchrechnen muss, zahlt nur die wirklich verbrauchte Zeit. Aber selbst für normales Hosting ist EC2 noch preislich konkurrenzfähig. Die exzellente Infrastruktur von Amazon garantiert hohe Verfügbarkeit und optimale Antwortzeiten.

Intrade.com

Intrade.com ist für's Zocken zwischendurch: Auf diesem "Prediction Market" kann man auf realweltliche Ereignisse aller Art setzen, von Wahlen über Wirtschaftszahlen bis zu kriegerischen Ereignissen. Mit ein paar Dollars kann man sich virtuelle Aktien kaufen, die den Ausgang bestimmter Ereignisse repräsentieren. Die Kurse fluktuieren gemäss der Wahrscheinlichkeiten, und wer richtig tippt, gewinnt am Schluss. Spassig und zudem ein guter Massstab für die öffentliche Meinung, denn Intrade liegt verblüffend oft richtig: Der Markt sagte bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen eine Woche vor Schluss das Endresultat korrekt voraus.

Martin Weigert:

Dropbox

Dropbox ist ein exzellenter Service, um Dateien zwischen mehreren Computern zu synchronisieren, sowie bequem mit anderen zu teilen. Neben der Desktop-Applikation für Windows, Mac und Linux sind sämtliche bei Dropbox abgelegten Dateien auch über eine Weboberfläche zugänglich. Alles, was im Public-Ordner liegt, erhält einen eigenen, für alle gültigen http-Download-Link. iPhone-Besitzer haben über eine angepasste Site Zugriff auf ihre Files. Das kostenlose Angebot beinhaltet zwei Gigabyte Speicher und unbegrenzten Traffic. Wer mehr Platz braucht, kann in ein kostenpflichtiges Paket wechseln. Es vergeht kaum ein Tag, an dem Dropbox bei mir nicht zum Einsatz kommt.

Digsby

Neben Skype nutze ich Digsby für Echtzeit-Kommunikation im Netz. Digsby vereint nicht nur die gängigen Instant Messenger wie ICQ, AIM, MSN und Google Talk, sondern bringt auch Facebook Chat auf meinen Desktop. Dies ist äußert praktisch, da ich viele meiner Facebook-Kontakte in keinem anderen Messenger-Programm hinzugefügt habe. Dank Digsby kann ich mit meinen Freunden bei Facebook chatten, ohne im Browser eingeloggt sein zu müssen. Nebenbei fungiert Digsby auch als Twitter-Client meiner Wahl. Es gibt sicher bessere Twitter-Tools, aber gerne opfere ich den Funktionsumfang zugunsten einer All-in-One-Lösung.

Netvouz

Bei Netvouz handelt es sich um einen simplen Social-Bookmarking-Dienst, der sich vor allem in einem Punkt von den meisten Konkurrenten abhebt: Er unterstützt nicht nur Schlagwörter, sondern ermöglicht auch das Speichern von Favoriten in spezifischen Ordnern. Um mich ganz auf Tags zu verlassen, bin ich offensichtlich zu altmodisch. Täglich speichere ich rund zehn bis 15 Links zu informativen Artikeln bei Netvouz, die als Quellen für zukünftige netzwertig.com-Beiträge in Frage kommen könnten.

Google Docs

Jedes Blogposting von mir entsteht in Googles kostenlosem Textverarbeitungsservice Google Docs . Da ich mehr als einen Computer im regelmäßigen Einsatz habe, vermeide ich so ungünstige Situationen, in denen ich einen angefangenen Artikel fortsetzen möchte, der jedoch lokal auf einem anderen Rechner gespeichert ist. Google Docs nutze ich auch, um spontane Ideen aufzuschreiben, sowie ab und zu als "manuelles" Bookmarking Tool.

Markus Spath:

Mindmeister

Mindmeister ist einfach ein grossartiges Tool. Gegebenes Interesse am Mindmapping vorausgesetzt, steht Mindmeister den Desktop-Anwendungen um nichts nach, bietet aber alle kollaborativen Vorteile einer webbasierten Anwendung.

Yahoo Pipes

Yahoo Pipes ist das Schweizer Taschenmesser zur Manipulation des persönlichen Informationshaushalts. Mit wenig Aufwand kann man RSS-Feeds so manipulieren, dass man mehr Interessantes und weniger Uninteressantes zu lesen bekommt. Schon einfache und schnell gemachte Pipes können ausgesprochen nützlich sein, und je mehr man sich damit beschäftigt, desto nützlicher wird es.

Instapaper

Instapaper ist eines jener Tools, die Workflows nachhaltig verändern. Meine Bookmarks organisiere ich seit Jahren in delicious , aber Instapaper ist es gelungen, sich als Zwischenschicht zu etablieren. Sehr einfach aber sehr praktisch.

Marcel Weiß:

Backpack

Backpack dürfte zu den besten, im Netz zu findenden To-Do-Listen gehören. Backpack merkt man seine Herkunft 37signals an. Durchdachte Features und Handhabung haben Backpack zu einem meiner Favoriten gemacht. Der Einsatz von Backpack als To-Do-Liste ist dabei eigentlich schon fast sträflich, kann das Tool in einer der kostenpflichtigen Versionen doch mittlerweile als sofort einsatzbereites Intranet zum Einsatz kommen.

Google Reader

Google Reader ist seit einiger Zeit zum weltweit führenden Feedreader aufgestiegen. Kein Wunder: Erlaubt die Organisation der Feeds in Tags doch eine ausgesprochen flexible Organisation. Außerdem kann man seine abonnierten Feeds auf unterschiedlichste Arten konsumieren, so dass sich die Nutzung dem eigenen Workflow anpasst. Ich verbringe einen Großteil meiner Online-Zeit im Google Reader. Da auch die iPhone-Version sehr gut ist, wird mir auch in Warteschlangen nicht mehr langweilig. Ich habe in meinem Leben bereits Feedreader im mittleren zweistelligen Bereich benutzt oder ausprobiert, keiner kommt an die Handhabung und Flexibilität des Google Readers heran.

Diigo

Diigo ist ein Onlinebookmarkingdienst. Obwohl der Pionier delicious nach wie vor Marktführer im Onlinebookmarking-Sektor ist, erarbeitet sich Diigo immer mehr treue Nutzer. Das ist auch nicht verwunderlich: Diigo kommt mit so vielen Features, dass Einige es als delicious auf Steroiden bezeichnen. Einen englischen Überblick über die meisten der vielen Features findet man in diesem Artikel . Diigo lässt mich auf einfache Art Websites für später archivieren. Das Addon für Firefox bringt enorm viele, gut durchdachte Features mit. Besonders praktisch dabei ist die Möglichkeit, wichtige Textpassagen hervorzuheben. Die Hervorhebungen werden mit dem Lesezeichen gespeichert und sind sowohl auf Diigo als auch auf der gebookmarkten Site sichtbar. So weiß man später immer gleich, warum man den entsprechenden Artikel gespeichert hat. Diigo ist aktuell das in meinen Augen beste und umfangreichste Tool für Onlinerecherchen.

laterloop

Wie Instapaper bei Markus hat sich bei mir laterloop als weiterer Bookmarking-Dienst für zwischendurch etabliert. Laterloop ist für mich quasi die Zwischenablage im Web. Artikel, die ich später lesen will oder die ich für einen Artikel benötige, kann ich auf laterloop kurz zwischenspeichern. Besonders für die werktäglichen Linkwertig-Beiträge ist laterloop mittlerweile unverzichtbar geworden. Ohne laterloop hätte ich wahrscheinlich längst den Verstand verloren. Für weitere Infos zu laterloop siehe auch unseren Artikel über laterloop vom Juni letzten Jahres.

 

FriendFeed

Das seit Anfang Dezember auf deutsch verfügbare FriendFeed hat sich längst vom Lifestreaming-Dienst zu etwas anderem, eigenen entwickelt. Die dort anwesende Techcommunity versorgt mich regelmäßig mit Breaking News und Einsichten hinter die Kulissen der Webbranche, die ich anderweitig nicht erhalten würde. FriendFeed hat in den letzten Monaten Features spendiert bekommen, die es auch nützlich machen für Leute, die an den Community-Aspekten kein Interesse haben: Die Realtime-Ansicht und die Anzeige von FriendFeed-Einträgen über Instant Messaging machen FriendFeed zu einem mächtigen Tool für Nachrichtenjunkies und -produzenten. FriendFeed entwickelt sich langsam aber sicher zum unverzichtbaren Tool für Journalisten und Blogger. FriendFeed dürfte einen knappen zweiten Platz hinter GoogleReader bei meiner täglichen Web-Nutzung belegen.

Pixlr

Für das Bearbeiten von Fotos und Screenshots verwende ich zunehmend den Online-Fotoeditor Pixlr, den ich hier neben drei weiteren Online-Bildeditoren vorgestellt hatte. Unkompliziert und schnell.

Zum Abschluss: Unsere Kollegen von imgriff.com haben letzten Sommer eine Übersicht über Tools geschrieben, die Blogwerk-intern zur Organisation und Kommunikation eingesetzt werden. Allerdings, wie immer in unserer schnelllebigen Zeit, ist das nicht mehr ganz aktuell.

Welche Webtools setzt Ihr bei der täglichen (Online-)Arbeit ein?

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