06.03.17

Gründer aufgepasst: Tipps für den Autokauf

Für viele Start-ups ist der Firmenwagen ein notwendiger Bestandteil der Geschäftsausstattung: Kundentermine, Kundenakquise und Transportmittel. Doch bei der Anschaffung und auch danach sind einige wichtige Dinge zu beachten. So gibt es zahlreiche steuerliche Aspekte, die wir nachfolgend vorstellen. Aber auch, ob Kauf oder Leasing sinnvoller ist.

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Anschaffung: Kauf oder Leasing

Die Frage, ob besser gekauft oder geleast wird, hat Einfluss auf die Liquidität und letztendlich auch auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Wer den Wagen kauft, der belastet damit seine Liquidität und eine Finanzierung verschlechtert die Eigenkapitalquote. Dafür ist der Firmenwagen gemäß der AfA-Tabelle über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren abzuschreiben und sämtliche laufende Betriebskosten fließen voll in die Betriebsausgaben. Dasselbe gilt auch für etwaige Zinsen aus einer Finanzierung.

Beim Leasing eines Fahrzeugs wird die Liquidität geschont, da nur eine monatliche Belastung in Form der Leasingraten anfällt. Allerdings steigen damit auch die monatlichen Kosten. Hier sind die Leasingraten abzugsfähig sowie die laufenden Betriebskosten für das Fahrzeug.

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Versteuerung: die gesetzlichen Regeln bei einem Firmenwagen

Wer sich als Gründer einen Firmenwagen anschafft, der muss beachten, welche Kosten er steuerlich geltend machen kann. Sofern das Fahrzeug als notwendiges Betriebsvermögen einzustufen ist, sind sämtliche Kosten nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für die Haltung als Betriebsausgaben absetzbar. Wichtig ist bei einer auch privaten Nutzung des Firmenfahrzeuges – auch wenn es nur die Fahrten zur Wohnung sind – dass eine Aufteilung zwischen privat und betrieblich erfolgt.

Die Faustregel lautet, dass ein Firmenfahrzeug zu mindestens 50 % auch betrieblich genutzt werden muss, damit es überhaupt zum Betriebsvermögen zählt. Der private Anteil muss als geldwerter Vorteil versteuert werden, hierfür gibt es einige Varianten. Welche sinnvoller ist, sollte immer ein Steuerberater klären. Zählt das Fahrzeug nicht zum Betriebsvermögen, weil es weniger als 50 % geschäftlich genutzt wird, so ist der Fahrer gezwungen, ein lückenloses Fahrtenbuch zu führen, auf dessen Grundlage die anteiligen Betriebskosten in die Betriebsausgaben fließen. Das Fahrtenbuch muss einige gesetzliche Voraussetzungen erfüllen, diese sind unter anderem:

  • Datum der Fahrt
  • Kilometerstand jeweils zum Beginn und zum Ende der Fahrt
  • Reiseziel
  • Reiseroute
  • Reisezweck
  • aufgesuchten Geschäftspartner

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