25.09.17

Firmenwagen

Firmenwagen – wer zahlt Reparaturkosten?

Es ist schnell geschehen – eine Unachtsamkeit, und schon hat der Firmenwagen eine unansehnliche Beule. Wer hier nicht richtig handelt, der muss unter Umständen einen Teil der Kosten selber tragen. Auch dann, wenn der Unfall während der Dienstfahrt passiert.

Quelle: ©istock.com/artisteer

Wann ist man dienstlich unterwegs?

Wer mit dem Dienstwagen im Außendienst unterwegs ist, der muss sich der Frage nach der Dienstfahrt nicht stellen. Was aber, wenn man mit dem privaten Fahrzeug Unterlagen aus einer anderen Dienststelle abholt? Vor Gericht wird diese Situation als nicht notwendige Nutzung des Fahrzeuges angesehen, wäre es zum Beispiel auch möglich gewesen, zu laufen oder den Bus zu nehmen. Die Kosten bleiben beim Fahrer. Lediglich in der Situation, in welcher auf Anordnung der Firma gehandelt wird, ist die Anerkennung einer Dienstfahrt möglich. Vor allem dann, wenn die Firma einen Dienstwagen hätte verwenden müssen, wäre das Privatauto nicht vorhanden gewesen.

Wer haftet für Dienstfahrschäden?

Die bloße Tatsache, dass man sich auf einer Dienstfahrt befindet, legt die Haftungspflicht nicht automatisch auf den Arbeitgeber um. Ist der Unfall nicht selber verschuldet, werden die Kosten durch den Arbeitgeber und dessen Versicherung beglichen. Für den Fall von Selbstverschulden schaut es jedoch anders aus.

Als Faustregel kann man sagen, dass mit der Schwere des Eigenverschuldens die Kostenlast für den Mitarbeiter steigt. Wird grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz nachgewiesen, muss er die Kosten in voller Höhe tragen.

Handelt es sich um einen unvermeidbaren Unfall, wie zum Beispiel eine Rutschpartie auf Glatteis, kommt der Arbeitgeber für die Kosten auf. Fährt der Fahrer jedoch mit leicht erhöhter Geschwindigkeit und verursacht einen Unfall, entscheiden Gerichte oft für eine faire Teilung der Kosten.

Hinweis
Reparaturkosten, die außerhalb eines Unfalls fällig werden, müssen für den Firmenwagen durch den Arbeitgeber gedeckt werden, solange nicht anderes vertraglich vereinbart ist. Um die Kosten gering zu halten, lohnt es sich, Ersatzteile unabhängig von der Werkstatt zu bestellen. Das umfangreiche Online-Angebot für Autoersatzteile hat für jeden Anspruch etwas Passendes zum fairen Preis zu bieten.

Wann zahlt die Versicherung?

Ist das Fahrzeug mit einer Vollkaskoversicherung gedeckt, greift das dreistufige Modell nicht mehr. Denn die Versicherung übernimmt auch Schäden, die durch eigenes Verschulden verursacht wurden. In diesem Fall kommen auf den Fahrer in der Regel lediglich Kosten im Rahmen eines Eigenanteils zu. Es ist jedoch nicht rechtlich bindend für einen Unternehmer, seine Fahrzeuge mit einer Vollkaskoversicherung zu decken.

Ist sie aber vorhanden und die Prämie wird nach einem Unfall angehoben, kann der Arbeitgeber die Differenzkosten vom Mitarbeiter einfordern.

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