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03.08.11 09:45

, von Thomas Jungbluth

Zoom H2n: Tonstudio in der Tasche

Der neueste Zoom-Pocket-Recorder bietet variable Aufnahmemodi mit fünf Mikrofonen und eine integrierte Soundkarte.

Zoom H2nAuf den ersten Blick sieht es aus wie ein Mikrofon. Wer genauer hinschaut merkt: Im Gehäuse sind gleich mehrere Mikrofone untergebracht, dazu die komplette Elektronik, um aufzunehmen und weiter zu leiten. Das H2n bietet (gemäss Hersteller als einziges derzeit erhältliches mobiles Gerät) fünf Mikrofonkapseln und kann somit auch räumliche Ereignisse aufzeichnen.

Das H2n erfreut zudem durch Funktionen, die Tontechniker mögen, beispielsweise einen analogen Gain-Regler zur Einstellung des Pegels. Wird im unkomprimierten (RAW-)Format aufgezeichnet, lässt sich das sogar noch nach der Aufnahme anpassen. Das mobile Hosentaschen-Tonstudio erlaubt auch Aufnahmen im WAV-Format mit bis zu 24 bit und 96 kHz oder in MP3 mit bis zu 320 kbps.

Mit den fünf Mikrofonen stehen vier Aufnahmemodi zur Verfügung: Mitte/Seite-Stereo (M/S), 90° X/Y Stereo sowie 2-Kanal- und 4-Kanal-Stereo-Sound. Sie werden über einen Regler auf der Oberseite des Geräts eingestellt.

Die im H2n verbauten 90°-X/Y-Stereo-Kondensatormikrofone sind auf der gleichen Achse wie die seitlichen Mikrofone angeordnet. Dadurch hat man einen immer gleichen Abstand der Mikrofone von der Klangquelle, was die perfekte Lokalisierung von Geräuschen ohne Phasenverschiebung erlaubt: Ergebnis ist ein Stereobild mit natürlicher Tiefe und exakter klanglicher Abbildungsleistung, so Zoom.

Die Mikrofonmodi des Zoom H2n werden mit diesem Drehschalter eingestelltBei der gleichzeitigen Verwendung im M/S- und im X/Y-Modus lassen sich zudem "erstaunlich plastische" 360°-Surround-Sound-Aufnahmen gestalten. Dabei kann man zwischen einem 2-Kanal-Modus (Kombination von M/S- und X/Y-Mikro) und einem 4-Kanal-Modus wählen. Im 4-Kanal-Modus werden zwei separate Stereo-Aufnahmen generiert, womit der H2n noch mehr Möglichkeiten für die Nachbearbeitung von Surround-Sound-Aufnahmen bietet.

Zwei AA-Batterien erlauben eine Aufnahmedauer von bis zu 20 Stunden - der Profi wird hierfür separat zu befeuernde Akkus verwenden. Auf einer 32 GByte großen SDHC-Karte speichert der H2n bis zu 16 Stunden im WAV-Format (bei 24 bit/96 kHz) oder über 220 Stunden im MP3-Format (320 kbit/s). Leider ist die mitgelieferte Karte nur 2 GB groß (entspricht 1 Stunde WAV-Aufnahme).

Sämtliche Einstellungen werden auf dem hintergrundbeleuchteten 1,8-Zoll-LC-Display mit einer Auflösung von 128 x 64 Bildpunkten abgebildet. Die Aufnahmen lassen sich auf dem eingebauten Lautsprecher oder via externem Monitor-Equipment an der 3,5-mm-Klinke kontrollieren.

Last but not least hat das H2n eine integrierte Soundkarte, die zu PC und Mac kompatibel ist und von der Rechnerleistung unabhängige Klangwandlung erlaubt. Ein- und Ausgänge stehen dann auch auf dem verbundenen Computer zur Verfügung. Alternativ wird der Zoom H2n als Massenspeicher am PC erkannt und gewährt dem Anwender so Zugriff auf die mobil aufgezeichneten Audiodateien.

Zubehörset für Zoom H2nDas Zoom H2n gibt es ab September für ca. 240 EUR, im Lieferumfang ist unter anderem auch der Audioeditor Wavelab LE 7 von Steinberg enthalten. Für Outdoor-Aufnahmen empfiehlt sich das Zubehörset (Foto, Preis noch unbekannt) mit kabelgebundener Fernsteuerung, Windfilter, Netzteil, USB-Kabel, Dreibein-Mini-Stativ und Transporttasche sowie einem Mic-Clip-Adapter.

Update (16.9.2011): Das Hosentaschen-Tonstudio ist mittlerweile bei Amazon für rund EUR 200 erhältlich.

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