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24.01.12

Zirko-Kontroll im Test: Stromsparend Heisswasser

Zentralheizungen erzeugen oft auch das Warmwasser für ein ganzes Haus mit. Die Umlaufpumpen, die dafür sorgen, dass dieses auch ohne minutenlange Wartezeiten an den Entnahmestellen ankommt, saugen teils 100 Watt und mehr konstant aus dem Netz. Eine intelligente Steuerung kann Energie und Geld sparen. Rentiert sie sich auch?

Während in Bürogebäuden oft kleine Boiler in den WCs und Küchen montiert sind, sind Duschen und Badewannen in Wohngebäuden auf diese Art nicht versorgbar. Stattdessen sind entweder starke Gas-Durchlauferhitzer oder zentrale, grosse Boiler üblich, die von der Zentralheizung mitbedient werden, welche deshalb in diesem Fall auch im Sommer in Betrieb bleiben muss.

Von alleine kommt das heisse Wasser allerdings nicht vom Boiler zum Hahn: Es benötigt nach dem Aufdrehen des Heisswasserhahns schon einmal einige Minuten, bis erst einmal der erkaltete Leitungsinhalt abgelaufen ist. Das ist weder komfortabel noch umweltfreundlich. Eine Zirkulationspumpe sorgt daher üblicherweise dafür, das Heisswasser in Umlauf ist, um so die Leitungen bei Temperatur zu halten.

Moderne Heizungsanlagen besitzen für die Warmwasserverteilung aus diesen Boilern eine eigene Zirkulationspumpensteuerung, die nur dann das Wasser einmal durch die Leitungen spült, wenn die Temperatur in diesen deutlich abgesunken ist.

Bis vor wenigen Jahren war es dagegen üblich, die Pumpe einfach an einer freien Steckdose anzustöpseln und durchlaufen zu lassen. Das treibt die Stromkosten leicht um EUR 200,00 im Jahr nach oben.

Es hilft, eine Zeitschaltuhr vorzuschalten, die nur alle Stunden für 15 Minuten einschaltet und nachts den Stromfluss dauerhaft unterbricht. Doch dann gibt es nachts nur kaltes Wasser, bis der Kreislauf neu gefüllt ist. Andererseits ist das Einschalten der Pumpe überflüssig, wenn ohnehin gerade eine Badewanne gefüllt wird - die Zirkulationspumpe wird nur im Leerlauf der Anlage benötigt.

Mit zwei Temperatursensoren misst die für knapp EUR 65,00 bis etwas über EUR 90,00 bei den einschlägigen Elektronikhändlern erhältliche «Zirko-Kontroll» von IVT-Technik die Temperaturdifferenz zwischen Zu- und Ablauf des Warmwasserkessels und schaltet die Pumpe dann ein, wenn der Kreislauf nicht durchweg warm ist. Dabei lassen sich drei «Spargrade» einstellen: «Öko» mit maximal eineinhalb Betriebsstunden am Tag, «Standard» mit einem mittleren Wert und «Komfort» mit maximal 4,8 Betriebsstunden am Tag. Selbst in letzterem Fall reduziert sich der Stromverbrauch also erheblich. Der Eigenverbrauch des Geräts liegt bei nur einem Watt nach Herstellerangabe.

Im Praxistest war die Montage der Sensoren kein Problem, lediglich die Kabel waren etwas zu kurz, weil die Pumpensteckdose zu weit entfernt vom Warmwasserkessel montiert ist. Ist alles montiert und der gewünschten Modus eingestellt, kann man der Gerät getrost vergessen - es amortisiert sich in der Regel innerhalb eines Jahres. Die Garantie beträgt zwei Jahre. Das finanzielle Risiko der Investition ist also tragbar und das Ergebnis warmes Wasser ohne Warten und Stromverschwendung.

Die «Zirko-Kontroll» ist bei Amazon für EUR 79,95 zu haben.

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