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02.08.16Kommentieren

Hardware

ZEI: Eine spielerische Art, um Projekt-Arbeitszeit zu erfassen

Jürgen Kroder

Um seine Arbeitszeit zu erfassen, gibt es zahlreiche Lösungen. Eine neue Variante nennt sich ZEI. Hierbei handelt es sich um eine Art smarten Würfel, der in Österreich erfunden wurde.


ZEI (Bild: Timeular)

Multitasking sorgt für Chaos bei der Zeiterfassung

Freelancer kennen dieses Problem: Man arbeitet für verschiedene Auftraggeber, aber oft nie längere Zeit am Stück an einem Projekt. Der moderne Mensch von heute denkt, er beherrsche Multitasking (obwohl das so nicht stimmt) und „switcht“ deswegen ständig hin und her. Ein Problem, das sich daraus ergibt, ist, dass die aufgewendete Arbeitszeit für jedes Projekt oder jeden Arbeitsschritt nur noch schwer erfasst werden kann.

Dauerte es 30 Minuten oder waren es 45 Minuten, um Aufgabe A zu erledigen? Wie lange war man mit Projekt B beschäftigt? Waren das zusammen 10 oder 12 Stunden? Solche Fragen lassen sich am Ende eines Arbeitstages, der durch ständiges Hin- und Herwechseln bestimmt ist, kaum noch sagen. Erst recht nicht am Ende eines Monats.

Entweder schätzt man seinen Aufwand ab oder man setzt ein Timetracking-Tool ein. Für Letzteres gibt es zahlreiche spezielle Programme und Apps, die mehr oder weniger intuitiv und komplex ausfallen. Manch einer greift auch zu einer Excel-Liste. Das Ergebnis ist oft das gleiche: Zeiterfassung kostet Zeit. Um diese zu verkürzen und das Thema spielerisch zu belegen, erfanden vier Jungunternehmer aus Graz einen speziellen Würfel namens ZEI.

Zeiterfassung durch Umdrehen

Der Würfel besteht nicht wie üblich aus sechs Seiten, sondern aus acht. Dieser Oktoader kann frei beschriftet werden, indem man zum Beispiel verschiedene Tätigkeiten und Tasks wie "Auftrag 1", "Auftrag "2, "Mails-Checken", "Kaffeepause" und Dergleichen vermerkt. Startet man mit der Arbeit, dreht man ZEI auf die entsprechende Seite. Wechselt man zu einem anderen Projekt, wird das Vieleck auf die neue Seite gedreht. Und so weiter.

Der smarte Würfel erkennt jede Drehung und misst stets die Zeit der nach oben gerichteten Seite. Dreht man sie weg, stoppt die ZEI-Software die gemessene Zeit und zählt beim neuen Task weiter. So erfasst der Würfel ganz genau, wie viel Minuten oder Stunden man für einzelne Tätigkeiten verwendet.

Die erfassten Daten werden mittels Bluetooth LE an die ZEI-App auf dem Smartphone oder an den Computer geschickt. Derzeit unterstützt die Erfindung die Betriebssysteme Android, iOS, OS X bzw. macOS und Windows. Zudem lassen sich die Daten in andere Programme exportieren, wozu zum Beispiel Wunderlist, Timely und Toggle gehören.

Was kostet ZEI?

Wem die spielerische Art und Weise seine Arbeit zu erfassen gefällt, muss sich noch etwas gedulden: ZEI ist noch nicht erhältlich. Die Konzeption des Würfels wurde von den vier Erfindern bislang aus eigener Tasche finanziert, für die Produktion mangelt es noch an Geld.

Deswegen soll noch dieses Jahr eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter laufen. Hier soll dann auch der Preis des Polygons kommuniziert werden. Laut den aktuellen Planungen könnte er bei 99 US-Dollar liegen.

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